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Notfall

Vorbereitung

Geburtsort, Anmeldung und Kliniktasche

Wo euer Baby zur Welt kommen kann, wie die Anmeldung läuft und was ihr in die Kliniktasche packt.

Passt für: 28. SSW bis Geburt

Wo euer Baby zur Welt kommen kann

Ist sie gesetzlich versichert? Dann hat sie Anspruch auf eine ambulante oder stationäre Geburt. Ambulant heißt: Nach wenigen Stunden seid ihr zu Hause. Das geht etwa in einer Klinik, im Geburtshaus, in einer Hebammenpraxis oder zu Hause.1,2

Ist sie gesetzlich versichert, hat sie Anspruch auf eine ambulante oder stationäre Entbindung. Ambulant geht das etwa in einer Klinik, einem Geburtshaus, einer Hebammenpraxis oder zu Hause.1,2

Etwa 98 von 100 Kindern kommen in einer Klinik zur Welt. Von 100 Kindern kommt etwa 1 zu Hause zur Welt und etwa 1 im Geburtshaus.2

Etwa 98 von 100 Kindern kommen in einer Klinik zur Welt. Je etwa eins kommt zu Hause und im Geburtshaus zur Welt.2

Für 2024 zählt der GKV-Spitzenverband 12.932 Geburten außerhalb einer Klinik und 667.085 Klinik- und sonstige Geburten. 2025 gab es 121 von Hebammen geleitete Einrichtungen, also Geburtshäuser.3

In der Klinik sind Hebammen, Ärztinnen und Ärzte Tag und Nacht da. Eine Hebamme kümmert sich dort meist um mehrere Frauen.2

In der Klinik sind Hebammen, Ärztinnen und Ärzte rund um die Uhr da. Eine Hebamme betreut dort meist mehrere Frauen.2

Eine Betreuung eins zu eins gibt es mit einer Beleghebamme oder in einem Hebammenkreißsaal. 2020 gab es 23 Hebammenkreißsäle.2

Kliniken haben unterschiedliche Versorgungsstufen, von Level 1 bis Level 4. Die höchste Stufe ist das Perinatalzentrum Level 1, etwa für Frühgeborene unter 1.250 g. Level 4 ist eine Geburtsklinik für Geburten ohne Komplikationen ab der 37. SSW.2

Im Geburtshaus und zu Hause betreut eine Hebamme sie die ganze Zeit. Eine PDA und Lachgas gibt es dort nicht. Für Notfälle ist dort aber Ausrüstung da.2

Im Geburtshaus und bei der Hausgeburt betreut eine Hebamme sie durchgehend. PDA und Lachgas gibt es dort nicht, Notfallausrüstung schon.2

Bei einer Beleghebamme, im Geburtshaus oder bei einer Hausgeburt fällt eine Rufbereitschaftspauschale an. Laut familienplanung.de sind das 300 bis 1.000 €. Laut GKV-Spitzenverband liegt die Pauschale oft bei mehreren Hundert Euro. Zur Erstattung gehen die Angaben auseinander: Laut familienplanung.de zahlen die gesetzlichen Kassen meist 250 bis 300 € dazu, laut GKV-Spitzenverband erstatten manche Kassen einen Teil.2,3

Ein Geburtshaus oder eine Hausgeburt kommt nur infrage, wenn es keine medizinischen Risiken gibt. Ausgeschlossen ist das zum Beispiel bei Diabetes oder starkem Übergewicht.2

Geburtshaus und Hausgeburt kommen nur ohne medizinische Risiken infrage. Ausschlussgründe sind zum Beispiel Diabetes oder Adipositas, also starkes Übergewicht.2

Bei einer geplanten Hausgeburt werden beim ersten Kind etwa 3 von 10 Frauen in eine Klinik verlegt, ab dem zweiten Kind etwa 1 von 10. Nur 6 von 100 Verlegungen laufen per Rettungswagen. Laut QUAG-Qualitätsbericht 2024 enden 18 % der Geburten, die außerhalb einer Klinik beginnen, in einer Klinik.2,3

Häufige Gründe für eine Verlegung sind eine Geburt, die nicht vorangeht, auffällige Herztöne, der Wunsch nach einer PDA, ein Blasensprung ohne Wehen und grünes Fruchtwasser.2

Anmeldung

Für die Klinik gibt es ein Anmeldegespräch. Es ist meist einige Wochen vor dem Termin. Die Klinik legt dann eine Akte an. Ihr könnt trotzdem in eine andere Klinik gehen.2

Für die Klinik gibt es ein Anmeldegespräch, meist einige Wochen vor dem Termin. Die Klinik legt dann eine Akte an. Gebunden seid ihr daran nicht.2

Im Anmeldegespräch könnt ihr eure Wünsche für die Geburt mit dem Team besprechen. Ihr könnt die Wünsche auch in den Unterlagen aufschreiben lassen.4

Im Anmeldegespräch könnt ihr Wünsche zur Geburt mit dem Team besprechen und in den Unterlagen festhalten lassen.4

Für ein Geburtshaus oder eine Hausgeburt meldet sie sich früh an. Denn es gibt Wartelisten. Plant sie eine Hausgeburt? Dann meldet sie sich auch in einer Klinik an.2

Für Geburtshaus oder Hausgeburt meldet sie sich früh an, denn es gibt Wartelisten. Bei einer geplanten Hausgeburt meldet sie sich zusätzlich in einer Klinik an.2

Bei der Wahl helfen Infoabende. Auch eine Führung durch den Kreißsaal hilft.2

Bei der Wahl helfen Infoabende und Kreißsaalführungen.2

Auch das Perinatalzentren-Verzeichnis des IQTIG und die Seite quag.de helfen bei der Wahl.2

Wann und wie ihr packt

Packt die Tasche einige Wochen vor dem Termin. Das gilt auch für eine ambulante Geburt oder eine Hausgeburt.5,6

Packt die Tasche einige Wochen vor dem Termin. Das gilt auch, wenn ihr eine ambulante Geburt oder eine Hausgeburt plant.5,6

Kliniken haben verschiedene Regeln. Fragt deshalb vorher bei der Klinik oder der Hebamme, was in die Tasche gehört.6

Kliniken haben unterschiedliche Vorgaben. Stimmt die Liste deshalb vorher mit der Klinik oder der Hebamme ab.6

Die Klinik gibt eurem Baby Kleidung und Windeln. Ihr bringt nur mit, was es für den Heimweg braucht.5

Kleidung und Windeln für euer Baby stellt die Klinik. Mitbringen müsst ihr nur, was es für den Heimweg braucht.5

Checkliste

Für sie

  • Personalausweis, Mutterpass und Versichertenkarte5
  • Seid ihr verheiratet? Dann die Heiratsurkunde oder das Familienstammbuch. Ist sie ledig? Dann ihre GeburtsurkundeHeiratsurkunde oder Familienstammbuch, wenn ihr verheiratet seid. Ist sie ledig, ihre Geburtsurkunde5
  • Bequeme Kleidung, T-Shirts zum Wechseln und warme Socken. Viele Frauen frieren in den späteren Phasen der Geburt.Bequeme Kleidung, Wechsel-T-Shirts und warme Socken. Viele Frauen frieren in späteren Phasen der Geburt.5
  • Lippenbalsam, Haargummis, Musik und eventuell Massageöl5
  • Handy mit Ladegerät5
  • Eigene Hilfsmittel und Medikamente5
  • Oberteile, in denen sie stillen kann. Ein Still-BH, zwei Körbchengrößen größer. Dazu StilleinlagenStilltaugliche Oberteile, ein Still-BH zwei Körbchengrößen größer und Stilleinlagen5
  • Slips, die man kochen kann, oder Slips zum Wegwerfen. Binden, die sehr viel aufsaugen. Keine TamponsKochfeste oder Wegwerf-Slips und sehr saugfähige Binden, keine Tampons5
  • Bademantel und Pflegeartikel5
  • Weite Kleidung für den Heimweg. Etwa in der Größe wie im 6. Monat der SchwangerschaftWeite Kleidung für den Heimweg, etwa in der Größe wie im sechsten Monat5

Für euer Baby

  • Bodys in Größe 56 bis 62, Strampler, Jacke, Mütze und Decke für den Heimweg5
  • Windeln für den Heimweg5
  • Babyschale mit Ausstattung für Neugeborene. Oder ein Kinderwagen oder ein TragetuchBabyschale mit Neugeborenen-Ausstattung, alternativ Kinderwagen oder Tragetuch5
  • Neue Kleidung vorher waschen5

Für dich

  • Leichte Kleidung, denn im Kreißsaal ist es warm7
  • Snacks mit viel Energie und etwas zu trinken. Im Kreißsaal gibt es meist Getränke, oft auch für dich.Energiereiche Snacks und etwas zu trinken. Getränke gibt es im Kreißsaal meist, oft auch für dich.5,7
  • Kleingeld für Getränke- oder Parkautomaten5
  • Ladekabel und Powerbank für dein eigenes Handy
  • Ein frisches T-Shirt und eine Zahnbürste

Was du tun kannst

  • Baut die Babyschale schon vor dem Kauf zur Probe in euer Auto ein. Übt den Einbau vor der Geburt. Am besten kommt die Schale auf die Rückbank, hinten rechts.8
  • Testet den Einbau der Babyschale schon vor dem Kauf im eigenen Auto und übt ihn vor der Geburt. Am besten kommt die Schale auf die Rückbank, hinten rechts.8
  • Geht zusammen zum Anmeldegespräch. Fragt dort: Wo kommen wir nachts in die Klinik? Wo können wir parken?
  • Geht zusammen zum Anmeldegespräch. Klärt dabei, wo ihr nachts in die Klinik kommt und wo ihr parken könnt.

Passt dazu

Quellen

  1. 1gesetze-im-internet.de: § 24f SGB V (Entbindung)
  2. 2familienplanung.de (BIÖG): Klinik, Geburtshaus oder Hausgeburt
  3. 3GKV-Spitzenverband: Zahlen, Daten, Fakten zu freiberuflichen Hebammen
  4. 4familienplanung.de (BIÖG): Wie kann ich mich auf die Geburt vorbereiten?
  5. 5familienplanung.de, © BIÖG: Checkliste „Meine Kliniktasche“ (PDF)
  6. 6gesund.bund.de (BMG): Kliniktasche
  7. 7familienplanung.de (BIÖG): Väter und Co-Mütter: Bei der Geburt dabei sein
  8. 8Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR): Kindersitze: Wie Kinder sicher im Auto mitfahren
  9. 9gesetze-im-internet.de: § 35a StVZO (Abs. 8, Airbag)

Stand 27. Oktober 2026