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Notfall

Stillen und Fläschchen

Stillen und Fläschchen: so unterstützt du

Wie das Stillen in Gang kommt, was du dazu beitragen kannst und die wichtigsten Regeln fürs Fläschchen.

Passt für: Geburt bis 1 Jahr

Wie das Stillen beginnt

Das Stillen beginnt am besten mit Haut an Haut. Euer Baby liegt dafür bald nach der Geburt ungestört bei ihr. Dann sucht euer Baby oft selbst die Brust.1

Am besten beginnt das Stillen mit ungestörtem Hautkontakt bald nach der Geburt. Euer Baby sucht dann oft selbst die Brust.1

Die erste Milch heißt Kolostrum. Diese Milch enthält Stoffe, die euer Baby schützen. Zwischen dem 2. und 4. Tag kommt der Milcheinschuss.1

Die erste Milch heißt Kolostrum und enthält Schutzstoffe. Zwischen dem 2. und 4. Tag kommt der Milcheinschuss.1

Hatte sie einen Kaiserschnitt mit PDA? Dann kann sie euer Baby direkt an die Brust legen. Hatte sie eine Vollnarkose? Dann beginnt das Stillen, sobald sie sich bereit fühlt.1

Nach einem Kaiserschnitt mit PDA kann sie euer Baby direkt anlegen. Nach einer Vollnarkose geht es los, sobald sie sich bereit fühlt.1

Nach einem Kaiserschnitt fangen Frauen seltener gleich mit dem Stillen an. Es sind nur halb so viele wie nach einer Geburt ohne Kaiserschnitt. Mit Unterstützung gleicht sich das später aus.2

Nach einem Kaiserschnitt beginnen Frauen nur halb so oft direkt mit dem Stillen wie nach einer vaginalen Geburt. Mit Unterstützung gleicht sich das später an.2

Die Empfehlung in Deutschland: Euer Baby bekommt in den ersten 4 bis 6 Monaten möglichst nur Muttermilch. Auch wenn sie nur teilweise stillt, ist das wertvoll.3, 4, 5

In Deutschland wird empfohlen, in den ersten vier bis sechs Monaten möglichst ausschließlich zu stillen. Auch Teilstillen ist wertvoll.3, 4, 5

Die Empfehlung, in den ersten vier bis sechs Monaten möglichst ausschließlich zu stillen, steht in der S3-Leitlinie Allergieprävention. Die Leitlinie rät auch, nach dem Beginn der Beikost weiterzustillen.3

Wünscht sie sich zu stillen, sollte euer Baby in den ersten Lebenstagen keine Zufütterung auf Kuhmilchbasis bekommen. Das empfiehlt die S3-Leitlinie Allergieprävention.3

Wie oft und woran ihr seht, dass es reicht

Gestillte Neugeborene trinken in 24 Stunden 8- bis 12-mal oder öfter. Am Anfang liegen 1 bis 3 Stunden zwischen den Mahlzeiten. Abends und nachts wird oft gestillt.1

Gestillte Neugeborene trinken 8- bis 12-mal in 24 Stunden oder öfter. Anfangs liegen 1 bis 3 Stunden dazwischen, abends und nachts wird oft gestillt.1

Das Netzwerk Gesund ins Leben schreibt: Viele Neugeborene wollen 10- bis 12-mal in 24 Stunden trinken, das ist aber kein Muss.5

Euer Baby bekommt die Brust bei Hunger. Daran erkennt ihr Hunger: Euer Baby sucht, saugt, schmatzt oder wird unruhig. Weinen ist ein spätes Zeichen für Hunger. Trinkt euer Baby schlecht oder nimmt euer Baby wenig zu? Oder hat euer Baby Gelbsucht? Dann müsst ihr euer Baby vielleicht zum Trinken wecken.1

Gestillt wird nach Bedarf. Hungerzeichen sind Suchen, Saugen, Schmatzen und Unruhe. Weinen ist ein spätes Zeichen. Bei Trinkschwäche, geringer Gewichtszunahme oder Gelbsucht muss euer Baby eventuell zum Trinken geweckt werden.1

Bekommt euer Baby genug Milch? Zeichen dafür sind unter anderem mindestens 5 nasse Windeln am Tag und heller Urin. Das gilt, sobald die Milch reichlich fließt. Weitere Zeichen sind regelmäßiger Stuhlgang und dass euer Baby gedeiht.6

Ob euer Baby genug bekommt, zeigen unter anderem mindestens fünf nasse Windeln am Tag und heller Urin. Das gilt, sobald die Milch reichlich fließt. Auch regelmäßiger Stuhl und Gedeihen sind Zeichen.6

Die meisten Babys wiegen nach etwa 10 Tagen wieder so viel wie bei der Geburt.6

Die meisten Neugeborenen haben nach etwa zehn Tagen ihr Geburtsgewicht wieder erreicht.6

Was du beitragen kannst

Beim Stillen seid ihr ein Team. Bringst du dich ein, hilft das sehr.7

Bringst du dich als Teil des Teams ein, ist das fürs Stillen von großem Wert.7

Steht das Babybett in eurem Schlafzimmer? Dann ist das Stillen in der Nacht leichter.7

Steht das Babybett in eurem Schlafzimmer, ist nächtliches Stillen leichter.7

Mit abgepumpter Muttermilch kannst auch du euer Baby füttern.8, 5

Habt ihr Fragen, helfen die Hebamme und die Stillberatung. Auch nach der 12. Woche berät die Hebamme noch zum Stillen. Das geht dann aber nur begrenzt.1, 9

Bei Fragen helfen Hebamme und Stillberatung. Die Hebamme berät dazu auch nach der 12. Woche noch in begrenztem Umfang.1, 9

Bei Fragen zu Medikamenten in der Stillzeit hilft die Seite embryotox.de.1

Fläschchen zubereiten

Macht jede Flasche frisch, direkt vor dem Füttern. Nehmt dafür eine saubere Flasche.10

Jede Mahlzeit wird frisch direkt vor dem Füttern in einer sauberen Flasche zubereitet.10

Rührt das Pulver in lauwarmes Wasser ein. Das Wasser hat höchstens 40 Grad, damit sich euer Baby nicht verbrüht.10

Das Pulver rührt ihr in lauwarmes Wasser von höchstens 40 °C ein, damit sich euer Baby nicht verbrüht.10

Britische Empfehlungen weichen von der deutschen Regel mit höchstens 40 Grad ab. Dort kommt das Pulver in Wasser mit mindestens 70 Grad. Das soll Keime im Pulver abtöten. Danach kühlt man die Flasche unter kaltem Wasser ab. Die Temperatur prüft man am Handgelenk. Beide Zahlen, 40 und 70 Grad, meinen das Wasser beim Anrühren.11

Britische Empfehlungen weichen davon ab: Dort kommt das Pulver in Wasser von mindestens 70 °C, um Keime im Pulver abzutöten. Danach wird die Flasche unter kaltem Wasser abgekühlt und die Temperatur am Handgelenk geprüft. Beide Zahlen gelten also für das Wasser beim Anrühren.11

Britische Empfehlungen raten: Erwärmt Fläschchen nicht in der Mikrowelle. Eine Mikrowelle erwärmt nicht gleichmäßig.11

Britische Empfehlungen raten davon ab, Fläschchen in der Mikrowelle zu erwärmen, weil eine Mikrowelle ungleichmäßig erwärmt.11

Was du tun kannst

  • Frag sie, wie du beim Stillen helfen kannst. Mach es so, wie sie es sich wünscht.5
  • Frag sie, welche Unterstützung sie sich beim Stillen wünscht, und richte dich danach.5
  • Bring euer Baby nachts zum Stillen zu ihr. Hilf danach beim Bäuerchen.7
  • Übernimm nachts das Bringen zum Stillen und hilf danach beim Bäuerchen.7

Passt dazu

Quellen

  1. 1kindergesundheit-info.de (BIÖG): Stillstart
  2. 2familienplanung.de (BIÖG): Das Wochenbett nach dem Kaiserschnitt
  3. 3Kopp MV et al.: S3-Leitlinie Allergieprävention (AWMF 061-016)
  4. 4BIÖG: Empfehlungen zur Säuglingsernährung
  5. 5Netzwerk Gesund ins Leben (BLE): Warum stillen?
  6. 6Netzwerk Gesund ins Leben (BLE): Habe ich genug Milch beim Stillen?
  7. 7kindergesundheit-info.de (BIÖG): Stillalltag
  8. 8Netzwerk Gesund ins Leben (BLE): Alles für die Stillzeit
  9. 9GKV-Spitzenverband und Hebammenverbände (bereitgestellt von AOK): Hebammenhilfevertrag, Anlage 1.1 Abschnitt 2: Vergütungsverzeichnis (gültig ab 01.04.2026)
  10. 10Netzwerk Gesund ins Leben (BLE): Fläschchen fürs Baby zubereiten
  11. 11NHS (UK): How to make up baby formula

Stand 27. Oktober 2026