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Notfall

Essen und Trinken

Beikost: wann und wie der erste Brei kommt

Woran ihr merkt, dass euer Baby bereit ist, in welcher Reihenfolge die Breie kommen und was bei Allergien gilt.

Passt für: 4 Monate bis 1 Jahr

Wann es losgeht

Beginnt mit der Beikost frühestens, wenn euer Baby 4 Monate alt ist. Beginnt spätestens, wenn euer Baby 6 Monate alt ist. Das gilt auch, wenn euer Baby ein Allergierisiko hat.1,2,3

Beikost beginnt frühestens mit Beginn des 5. Lebensmonats, also mit vier Monaten, und spätestens mit Beginn des 7. Lebensmonats, also mit sechs Monaten. Das gilt auch bei Allergierisiko.1,2,3

Diese Spanne nennen das Netzwerk Gesund ins Leben, die S3-Leitlinie Allergieprävention und kindergesundheit-info.de übereinstimmend. Das Netzwerk hat seine Seite zur Beikost am 21. Januar 2026 aktualisiert, die Empfehlung blieb gleich.1,2,3

Wirkt euer Baby schon vor 4 Monaten bereit für Beikost? Wartet trotzdem, bis es 4 Monate alt ist.1

Mit der Beikost beginnt ihr nicht vor dem 5. Lebensmonat, auch wenn euer Baby schon früher bereit wirkt.1

So merkt ihr, dass euer Baby bereit für Beikost ist: Es schiebt Brei nicht mehr mit der Zunge heraus. Es hält den Kopf selbst. Es sitzt aufrecht, wenn ihr es stützt.1

Zeichen, dass euer Baby bereit für Beikost ist: Es schiebt Brei nicht mehr mit der Zunge heraus, hält den Kopf und sitzt mit Hilfe aufrecht.1

Auch das sind Zeichen: Euer Baby steckt selbst Dinge in den Mund. Es interessiert sich für euer Essen. Es öffnet den Mund, wenn der Löffel kommt.1

Weitere Zeichen für die Beikostreife: Euer Baby steckt Dinge selbst in den Mund, interessiert sich für euer Essen und öffnet den Mund, wenn der Löffel kommt.1

Nach der deutschen Empfehlung dürft ihr ab 4 Monaten mit Beikost beginnen. Eine internationale Empfehlung nennt dafür erst 6 Monate.1,4

Die deutsche Empfehlung lässt den Start der Beikost ab Beginn des 5. Lebensmonats zu. Eine internationale Empfehlung nennt dafür erst sechs Monate.1,4

Auch beim Stillen gehen die Angaben auseinander: Die WHO empfiehlt sechs Monate ausschließliches Stillen, die S3-Leitlinie Allergieprävention vier bis sechs Monate möglichst ausschließliches Stillen. Beide raten, nach dem Start der Beikost weiterzustillen, die WHO bis zwei Jahre oder länger.4,2

Der erste Brei

Der erste Brei ist aus Gemüse, Kartoffeln und Fleisch. Er gibt eurem Baby Eisen. Davon braucht es in diesem Alter mehr.5,1

Den Anfang macht ein Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei. Er liefert Eisen, das Babys in diesem Alter vermehrt brauchen.5,1

Gebt am Anfang nur ein paar Löffel Gemüse. Dann kommen Kartoffel und etwas Öl dazu. Danach kommen Fleisch und Obstsaft in den Brei.5,1

Beim ersten Brei beginnt ihr mit ein paar Löffeln Gemüse. Dann kommen Kartoffel und etwas Öl dazu, danach Fleisch und Obstsaft als Zutat im Brei.5,1

Soll der erste Brei ohne Fleisch sein? Dann nehmt Gemüse, Kartoffeln und Vollkornflocken.5

Vegetarisch geht als erster Brei ein Gemüse-Kartoffel-Getreide-Brei mit Vollkornflocken.5

Bei allen anderen Mahlzeiten bekommt euer Baby weiter Muttermilch oder Säuglingsnahrung.1

Neben dem Brei bleiben die übrigen Mahlzeiten Muttermilch oder Säuglingsnahrung.1

Der zweite und dritte Brei

Etwa einen Monat nach dem ersten Brei kommt ein zweiter dazu. Er ist aus Milch und Getreide. Ihr gebt ihn zum Beispiel am Abend. Wieder etwa einen Monat später kommt ein dritter Brei. Er ist aus Getreide und Obst. Ihr gebt ihn zum Beispiel am Nachmittag.5

Etwa einen Monat nach dem ersten Brei kommt ein Milch-Getreide-Brei dazu, zum Beispiel abends. Wieder etwa einen Monat später folgt ein Getreide-Obst-Brei, zum Beispiel nachmittags.5

Als zweiten Brei könnt ihr auch den Brei aus Getreide und Obst geben. Beide eignen sich gleich gut.1

Als zweiter Brei eignet sich ein Getreide-Obst-Brei genauso gut wie ein Milch-Getreide-Brei.1

Im ersten Jahr bekommt euer Baby Milch oder Naturjoghurt nur begrenzt. Das sind bis etwa 200 ml am Tag. Das geht zum Beispiel im Brei aus Milch und Getreide.2,6

Milch oder Naturjoghurt bekommt euer Baby im ersten Jahr nur in begrenzter Menge, bis etwa 200 ml am Tag, zum Beispiel im Milch-Getreide-Brei.2,6

Erst ab dem dritten Brei braucht euer Baby etwas extra zu trinken. Meist ist das mit 7 bis 9 Monaten. Gebt am besten Wasser oder ungesüßten Tee aus dem Becher.7

Zusätzlich zu trinken braucht euer Baby erst ab dem dritten Brei, meist mit 7 bis 9 Monaten. Am besten ist Wasser oder ungesüßter Tee aus dem Becher.7

Fingerfood und Baby-led Weaning

Es ist nicht belegt, dass Baby-led Weaning eurem Baby alle nötigen Nährstoffe gibt. Sein angeblicher Nutzen ist kaum untersucht.1

Dass Baby-led Weaning den Nährstoffbedarf eines Babys deckt, ist nicht belegt. Sein behaupteter Nutzen ist kaum untersucht.1

Ihr könnt eurem Baby zusätzlich zum Brei Fingerfood mit vielen Nährstoffen anbieten.1

Nährstoffreiches Fingerfood könnt ihr eurem Baby ergänzend zum Brei anbieten.1

Achtet beim Fingerfood auf Erstickungsgefahr. Zum Beispiel kann euer Baby an harten Möhrenstücken ersticken. Das gilt auch für Apfelstücke mit Schale.8,9,10

Bei Fingerfood achtet ihr auf Erstickungsgefahr. Harte Möhrenstücke und ungeschälte Apfelstücke gelten zum Beispiel als Erstickungsrisiko.8,9,10

Allergien vorbeugen

Manche Lebensmittel können Allergien auslösen. Lasst ihr diese Lebensmittel im ersten Jahr weg, schützt das nicht vor Allergien. Gebt ihr diese Lebensmittel erst später, schützt das auch nicht.2,1

Lebensmittel, die Allergien auslösen können, im ersten Jahr zu meiden oder hinauszuzögern, schützt nicht vor Allergien.2,1

Um Allergien vorzubeugen, gebt eurem Baby abwechslungsreiche Beikost. Dazu gehören auch Fisch und Hühnerei.2

Zur Vorbeugung von Allergien wird eine vielfältige Beikost empfohlen, auch mit Fisch und Hühnerei.2

Gebt eurem Baby mit der Beikost regelmäßig Hühnerei. Das Ei muss ganz durcherhitzt sein, also verbacken oder hart gekocht. Gebt kein Rührei und kein rohes Ei.2

Hühnerei bekommt euer Baby mit der Beikost regelmäßig und durcherhitzt, also verbacken oder hart gekocht. Rührei und rohes Ei gehören nicht dazu.2

Hat euer Baby Neurodermitis? Und esst ihr in der Familie regelmäßig Erdnüsse? Dann könnt ihr überlegen, eurem Baby Erdnuss zu geben. Die Form muss zu seinem Alter passen, etwa Erdnussbutter. Ist die Neurodermitis mittelschwer oder schwer? Dann soll vorher geprüft werden, ob euer Baby eine Erdnussallergie hat.2

Hat euer Baby Neurodermitis und esst ihr in der Familie regelmäßig Erdnuss, kann erwogen werden, Erdnuss in altersgerechter Form einzuführen, etwa als Erdnussbutter. Bei mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis soll vorher eine Erdnussallergie ausgeschlossen werden.2

Diese Lebensmittel eignen sich nicht, um Allergien vorzubeugen: Sojanahrung, Getreidedrinks und Milch von Ziege, Schaf oder Stute.2

Sojanahrung, Ziegen-, Schaf- oder Stutenmilch und Getreidedrinks eignen sich nicht, um Allergien vorzubeugen.2

Die Empfehlungen in diesem Abschnitt stützen sich vor allem auf die S3-Leitlinie Allergieprävention von 2022. Laut kindergesundheit-info.de galt die Leitlinie bis zum 1. Januar 2026.2,3

Ohne Salz, Zucker und Honig

Gebt kein Salz in den Brei. Auch keinen Zucker und nichts anderes zum Süßen.1

In den Brei kommen kein Salz, kein Zucker und keine anderen Süßungsmittel.1

Gebt eurem Baby im ersten Jahr keinen Honig.11,3,12

Honig bekommt euer Baby im ersten Lebensjahr nicht.11,3,12

Was du tun kannst

  • Euer Baby zeigt euch, ob es Hunger hat oder satt ist. Achtet beim Füttern darauf und richtet euch danach.4
  • Achtet beim Füttern auf die Zeichen eures Babys für Hunger und Sattsein und richtet euch danach.4
  • Sag beim Füttern, was es gibt. Zum Beispiel: „Hier kommt die Banane.“ Iss mit eurem Baby zusammen.13,10
  • Sag beim Füttern, was es gibt, etwa „hier kommt die Banane“, und iss mit eurem Baby zusammen.13,10

Passt dazu

Quellen

  1. 1Netzwerk Gesund ins Leben (BLE): Reif für die Beikost
  2. 2Kopp MV et al.: S3-Leitlinie Allergieprävention (AWMF 061-016)
  3. 3BIÖG: Empfehlungen zur Säuglingsernährung
  4. 4WHO: Infant and young child feeding
  5. 5Netzwerk Gesund ins Leben (BLE): Brei selbst kochen
  6. 6Fachkreise): Dürfen Säuglinge im 1. Lebensjahr Kuhmilch bekommen?
  7. 7BIÖG: Getränke im ersten Lebensjahr
  8. 8BIÖG: Essen wie die Großen – Familienkost
  9. 9Netzwerk Gesund ins Leben (BLE): Küchen-Einmaleins für Eltern: Sicher essen mit Kleinkindern
  10. 10CDC Milestones 9 Monate, 15.05.2026: CDC Milestones 9 Monate, 15.05.2026
  11. 11BfR: Selten, aber vermeidbar: Fragen und Antworten zum Botulismus
  12. 12NHS Best Start in Life: Food and drinks to avoid
  13. 13NHS Best Start in Life: Listening and learning: 6 to 12 months

Stand 27. Oktober 2026