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Notfall

Essen und Trinken

Was Babys nicht essen sollten

Was euer Baby im ersten Jahr nicht bekommt, woran kleine Kinder ersticken können und welche rohen Speisen riskant sind.

Passt für: Geburt bis 3 Jahre

Im ersten Jahr kein Honig

Gebt eurem Baby im ersten Jahr keinen Honig. Im Honig können Sporen sein. Die Darmflora von Babys ist noch nicht fertig entwickelt. Deshalb können die Sporen bei Babys eine Krankheit auslösen. Diese Krankheit heißt Säuglingsbotulismus.1,2,3

Im ersten Lebensjahr bekommt euer Baby keinen Honig. Honig kann Sporen enthalten. Weil die Darmflora von Babys noch unreif ist, können diese Sporen Säuglingsbotulismus auslösen.1,2,3

Eine Ausnahme ist Honig in Fertigprodukten aus der Fabrik, wenn er erhitzt wurde. Dieser Honig gilt im ersten Jahr als unbedenklich.2

Erhitzter Honig in industriell verarbeiteten Produkten gilt im ersten Lebensjahr als unbedenklich.2

Die Warnung vor Honig im ersten Lebensjahr steht übereinstimmend bei kindergesundheit-info.de, in britischen Empfehlungen und in Fragen und Antworten des BfR zum Botulismus vom November 2025.2,3,1

Salz, Zucker und Öl im ersten Jahr

Würzt den Brei nicht mit Salz. Süßt ihn auch nicht, weder mit Zucker noch mit etwas anderem.4

In den Brei kommen kein Salz, kein Zucker und keine anderen Süßungsmittel.4

Gebt eurem Baby im ersten Jahr kein stark gesalzenes Essen.2,3

Stark gesalzene Speisen meidet ihr im ersten Lebensjahr.2,3

Nehmt im ersten Jahr kein kaltgepresstes Öl, das nicht raffiniert ist.5,2,3

Kaltgepresste, nicht raffinierte Öle sind im ersten Lebensjahr nicht geeignet.5,2,3

Roh und deshalb riskant

Rohe Lebensmittel von Tieren sind für euer Kind nicht geeignet. Das sind Rohmilch und Käse aus Rohmilch. Das ist rohes Fleisch wie Mett, Teewurst oder Rohwurst. Das ist roher Fisch, auch Sushi. Das sind rohe Eier, auch in Speisen.6,5

Für euer Kind nicht geeignet sind rohe Lebensmittel vom Tier: Rohmilch und Käse aus Rohmilch, rohes Fleisch wie Mett, Teewurst oder Rohwurst, roher Fisch wie Sushi und rohe Eier, auch in Speisen.6,5

Gebt eurem Kind keine rohen Sprossen. Aufgetaute Tiefkühlbeeren bekommt euer Kind nur erhitzt. Weichkäse bekommt euer Kind nicht. Darin können Listerien sein.5,2,3

Meidet für euer Kind auch rohe Sprossen und aufgetaute Tiefkühlbeeren, die nicht erhitzt wurden. Weichkäse ist wegen Listerien nicht geeignet.5,2,3

Woran kleine Kinder ersticken können

An ganzen Nüssen kann sich euer Kind leicht verschlucken. Alles, was kleiner als ein Tischtennisball ist, gilt als Erstickungsgefahr. Dazu gehören auch Erdnüsse.7,6,8,9,10

An ganzen Nüssen kann sich euer Kind leicht verschlucken. Erdnüsse gelten wie alles, was kleiner als ein Tischtennisball ist, als Erstickungsrisiko.7,6,8,9,10

Nach britischen Empfehlungen bekommen Kinder unter 5 Jahren Nüsse nur gemahlen, gehackt oder als Mus.3

Britische Empfehlungen raten, Kindern unter fünf Jahren Nüsse nur gemahlen, gehackt oder als Mus zu geben.3

Rührt gemahlene Nüsse in Brei oder Joghurt. Trockenes Nusspulver kann euer Kind sonst einatmen.7

Gemahlene Nüsse rührt ihr in Brei oder Joghurt ein, denn auch trockenes Nusspulver kann euer Kind einatmen.7

Schneidet Weintrauben und Kirschtomaten in 4 Teile. An glatten, runden Lebensmitteln kann euer Kind ersticken. Dazu gehören Trauben und Oliven.11,6

Weintrauben und Kirschtomaten viertelt ihr. Glatte, runde Lebensmittel wie Trauben und Oliven gelten als Erstickungsrisiko.11,6

Eine Meldung von 2017 auf dem Portal „Kinder- und Jugendärzte im Netz“ rät: Viertelt Weintrauben, bis euer Kind etwa 5 Jahre alt ist.11

Eine Meldung auf dem Portal „Kinder- und Jugendärzte im Netz“ (BVKJ) von 2017 rät, Weintrauben bis etwa fünf Jahre zu vierteln.11

Euer Kind kann auch an diesen Lebensmitteln ersticken: harte Stücke von Möhren, Apfelstücke mit Schale, Rosinen. Auch sehr kleine Früchte wie Heidelbeeren gehören dazu. Das gilt auch für Trauben mit Kernen und Fisch mit Gräten.6,5

Weitere Erstickungsrisiken sind harte Möhrenstücke, ungeschälte Apfelstücke, sehr kleine Früchte wie Heidelbeeren, Trauben mit Kernen, Rosinen und Fisch mit Gräten.6,5

Was ihr nicht weglassen solltet

Manche Lebensmittel können Allergien auslösen. Lasst diese Lebensmittel im ersten Jahr trotzdem nicht weg. Weglassen schützt nicht vor Allergien. Auch später damit anfangen schützt nicht.12,4

Lebensmittel, die Allergien auslösen können, lasst ihr im ersten Jahr nicht weg. Solche Lebensmittel zu meiden oder erst später zu geben, schützt nicht vor Allergien.12,4

Die S3-Leitlinie Allergieprävention von 2022 rät mit Empfehlungsgrad A, Lebensmittel mit Allergierisiko im ersten Lebensjahr nicht zu meiden, weil es für einen Schutz durch Meiden keine Belege gibt. Nach Angaben von kindergesundheit-info.de galt die Leitlinie bis zum 1. Januar 2026.12,2

Passt dazu

Quellen

  1. 1BfR: Selten, aber vermeidbar: Fragen und Antworten zum Botulismus
  2. 2BIÖG: Empfehlungen zur Säuglingsernährung
  3. 3NHS Best Start in Life: Food and drinks to avoid
  4. 4Netzwerk Gesund ins Leben (BLE): Reif für die Beikost
  5. 5Netzwerk Gesund ins Leben (BLE): Küchen-Einmaleins für Eltern: Sicher essen mit Kleinkindern
  6. 6BIÖG: Essen wie die Großen – Familienkost
  7. 7Netzwerk Gesund ins Leben (BLE): Nüsse für Kleinkinder
  8. 8BIÖG: Unfallschwerpunkte im 1. Lebensjahr, Stand 29.09.2024
  9. 9BAG: Ersticken (20.06.2024)
  10. 10BAG: Sicher vor dem Ersticken: So vermeidest du Unfälle (20.06.2024)
  11. 11Kinder- und Jugendärzte im Netz (BVKJ): Keine ganzen Weintrauben für kleine Kinder
  12. 12Kopp MV et al.: S3-Leitlinie Allergieprävention (AWMF 061-016)
  13. 13BIÖG: Notfallsituationen, Stand 05.05.2025

Stand 27. Oktober 2026