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Notfall

Unterwegs

Tragen und Kinderwagen: sicher unterwegs

Wie du euer Baby hüftgesund und sicher trägst, worauf du beim Kinderwagen achtest und warum es nicht zu lange festgeschnallt sein sollte.

Passt für: Geburt bis 3 Jahre

Hüftgesund tragen

Tragt ihr euer Baby im Arm oder im Tuch, ist es euch nah. Dabei erlebt es auch Bewegung.1

Tragen im Arm oder im Tuch gibt eurem Baby Nähe und Bewegungserfahrung.1

Schreit euer Baby? Dann können eine Tragehilfe und ein Spaziergang es beruhigen.2,3

Eine Tragehilfe und ein Spaziergang können euer Baby auch beruhigen, wenn es schreit.2,3

Beim Tragen ist die M-Position gut für die Hüfte eures Babys. Dabei sind die Oberschenkel gestützt und gespreizt. Die Hüfte ist gebeugt. Die Knie sind etwas höher als der Po.4

Hüftgesund ist beim Tragen die Anhock-Spreiz-Haltung, auch M-Position genannt: Die Oberschenkel sind gestützt und gespreizt, die Hüfte ist gebeugt, die Knie sind etwas höher als der Po.4

Bleiben die Beine lange gestreckt und eng zusammen, kann das mit Hüftproblemen zusammenhängen. Ein Beispiel ist das traditionelle enge Pucken.4

Lange gestreckte und zusammengehaltene Beine werden mit Hüftproblemen in Verbindung gebracht, etwa beim traditionellen engen Pucken.4

In den ersten 6 Monaten entwickelt sich die Hüfte eures Babys am schnellsten. Tragt es in dieser Zeit Bauch an Bauch. Auch bis zum 1. Geburtstag kann das Vorteile haben.4

In den ersten sechs Monaten entwickelt sich die Hüfte am schnellsten. Tragt euer Baby in dieser Zeit Bauch an Bauch. Auch bis zum ersten Geburtstag kann das Vorteile haben.4

Tragt ihr euer Baby mit Blick nach vorn, muss das nicht schaden. Die hüftgesunde Haltung ist das aber nicht.4

Euer Baby mit Blick nach vorn zu tragen, muss nicht schädlich sein. Die hüftgesunde Variante ist es aber nicht.4

Freie Atemwege

In den ersten Monaten können Babys Nase und Mund nicht selbst freimachen.5

Euer Baby kann in der Trage zusammensacken. Liegt dann sein Kinn auf der Brust, kann es schlecht atmen.5

Sackt euer Baby in der Trage zusammen und liegt sein Kinn auf der Brust, fällt ihm das Atmen schwer.5

Beim Tragen muss das Gesicht eures Babys immer frei sein. Du musst es immer sehen können. Schau regelmäßig nach.5

Beim Tragen muss das Gesicht eures Babys immer frei und sichtbar sein. Kontrolliere das regelmäßig.5

Babytragen, die wie ein Beutel über einer Schulter hängen, gelten als besonders gefährlich.5

Beutelartige Tragen, die über einer Schulter hängen, gelten als besonders riskant.5

Manche Babys bekommen beim Tragen leichter schlecht Luft. Das gilt für Frühgeborene und Babys mit wenig Gewicht bei der Geburt. Es gilt auch für Zwillinge und für Babys mit schwacher Muskelspannung. Und es gilt für Babys mit einem Infekt der Atemwege.5

Ein höheres Risiko, beim Tragen schlecht Luft zu bekommen, haben Frühgeborene, Babys mit niedrigem Geburtsgewicht, Zwillinge, Babys mit schwacher Muskelspannung und Babys mit einem Atemwegsinfekt.5

Die Hinweise zu den Atemwegen stammen aus einer Meldung der Kinder- und Jugendärzte im Netz (BVKJ) von 2010. Die Meldung beruft sich auf die US-Behörde CPSC.5

Der Kinderwagen

Achtet beim Kinderwagen auf eine feste Liegefläche, die den Rücken eures Babys stützt.6

Achtet darauf, dass der Kinderwagen an mindestens 2 Rädern eine Bremse hat. Steht der Wagen, stellt die Bremse immer fest.6

Achtet beim Kinderwagen auf eine Bremse an mindestens zwei Rädern und stellt sie immer fest, wenn der Wagen steht.6

Sobald euer Kind sitzt, schnallt ihr es im Kinderwagen an.6

Beim Kauf eines Kinderwagens helfen euch Prüfzeichen wie GS. Auch Normen helfen: DIN EN 1888 für Kinderwagen, DIN EN 1466 für Tragetaschen.6

Beim Kauf eines Kinderwagens helfen Prüfzeichen wie GS und die Normen DIN EN 1888 für Kinderwagen und DIN EN 1466 für Tragetaschen.6

Legt Einkäufe in den Korb unter dem Kinderwagen. Hängt keine Einkäufe in ein Netz am Griff. Sonst kann der Wagen umkippen.6

Einkäufe kommen in den Korb unter dem Kinderwagen, nicht ins Netz am Schiebegriff. Sonst kann der Wagen kippen.6

Den Wetterschutz am Kinderwagen nutzt ihr nur bei starkem Wind oder Regen.6

Deutsche Empfehlungen raten davon ab, euer Baby im Kinderwagen schlafen zu lassen. Das gilt auch für die Babytragetasche.7

Deutsche Empfehlungen raten davon ab, euer Baby im Kinderwagen oder in der Babytragetasche schlafen zu lassen.7

Sonne und Hitze

Im ersten Jahr darf euer Baby gar nicht in die direkte Sonne. Stellt den Kinderwagen im Sommer in den Schatten.8,6

Im ersten Lebensjahr gehört euer Baby gar nicht in die direkte Sonne. Parkt den Kinderwagen im Sommer im Schatten.8,6

Stellt euer Baby im Kinderwagen nicht in die volle Sonne. Auch nicht mit Sonnenschirm oder Verdeck. Darunter kann es zu heiß werden.8

Sonnenschirm und Verdeck sind kein Grund, euer Baby im Kinderwagen in die volle Sonne zu stellen. Darunter kann es überhitzen.8

Cremt euer Baby im ersten Jahr möglichst nicht mit Sonnencreme ein.8

Sonnencreme nutzt ihr im ersten Lebensjahr möglichst nicht.8

Ab etwa 1 Jahr gilt: Bleibt mit eurem Kind von 11 bis 15 Uhr aus der Sonne. Es trägt einen Hut, der auch den Nacken schützt, und Kleidung. Dazu kommt Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 oder mehr.8

Ab etwa einem Jahr meidet ihr mit eurem Kind die Sonne von 11 bis 15 Uhr. Es trägt einen Hut mit Nackenschutz und Kleidung, dazu kommt Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 oder mehr.8

Bei Hitze stillt sie euer Baby öfter. Oder ihr bietet öfter das Fläschchen an. Euer Baby trägt leichte, helle Kleidung und einen Kopfschutz.9

Bei Hitze stillt sie häufiger, oder ihr bietet häufiger das Fläschchen an. Euer Baby trägt leichte, helle Kleidung und einen Kopfschutz.9

Geht bei Hitze mit eurem Kind zwischen 10 und 17 Uhr an kühle Orte.9

Bei Hitze sucht ihr mit eurem Kind zwischen 10 und 17 Uhr kühle Orte auf.9

Nicht zu lange festgeschnallt

Lasst euer Baby nur so lange wie nötig im Kinderwagen, Hochstuhl oder Autositz.1

Kinderwagen, Hochstuhl und Autositz nutzt ihr nur so lange wie nötig.1

Eine internationale Empfehlung rät: Schnallt euer Baby nicht länger als 1 Stunde am Stück fest. Das gilt zum Beispiel im Kinderwagen und im Hochstuhl. Es gilt auch in einer Trage auf dem Rücken eines Erwachsenen.10

Eine internationale Empfehlung rät, Babys nicht länger als eine Stunde am Stück festzuschnallen, etwa im Kinderwagen, im Hochstuhl oder in einer Trage auf dem Rücken eines Erwachsenen.10

Lasst euer Baby nicht lange in der Babywippe. Dort sitzt es starr in einer Haltung. Das kann zu Fehlhaltungen führen, vor allem der Halswirbelsäule.1

Eine Babywippe nutzt ihr nicht lange. Die starre Sitzhaltung kann zu Fehlhaltungen führen, vor allem der Halswirbelsäule.1

Lasst euer Baby nicht zu lange in Babywippe, Schaukel und Autositz. Das kann auch helfen, dass der Hinterkopf nicht flach wird.11

Begrenzt die Zeit in Babywippe, Schaukel und Autositz. Das kann auch einem flachen Hinterkopf vorbeugen.11

Ist euer Baby wach, legt es mal auf den Bauch und mal auf den Rücken. Auf den Bauch legt ihr es nur, wenn es wach ist. Und nur, wenn jemand dabei ist.1,7,11,12

Legt euer Baby im Wachzustand abwechselnd auf den Bauch und auf den Rücken. Bauchlage übt ihr nur, wenn es wach ist und jemand dabei ist.1,7,11,12

Kann sich euer Baby noch nicht selbst fortbewegen? Dann nennt eine internationale Empfehlung mindestens 30 Minuten Bauchlage am Tag. Nach dieser Empfehlung verteilt ihr die Minuten über die Wachzeiten eures Babys.10

Für Babys, die sich noch nicht selbst fortbewegen, nennt eine internationale Empfehlung mindestens 30 Minuten Bauchlage am Tag, verteilt über die Wachzeiten.10

Die Stunde am Stück und die 30 Minuten Bauchlage stammen aus einer Leitlinie der WHO von 2019 für Kinder unter fünf Jahren. Die geprüften Seiten von kindergesundheit-info.de nennen für die Bauchlage keine Minutenzahl.10,1,7

Amerikanische Kinderärzte raten: Beginnt mit 3 bis 5 Minuten Bauchlage, 2- bis 3-mal am Tag. Steigert das bis etwa zur 7. Lebenswoche auf insgesamt 15 bis 30 Minuten am Tag.11

Amerikanische Kinderärzte raten, mit zwei- bis dreimal drei bis fünf Minuten Bauchlage am Tag zu beginnen und bis etwa zur 7. Lebenswoche auf insgesamt 15 bis 30 Minuten am Tag zu steigern.11

Laut derselben Empfehlung könnt ihr mit der Bauchlage schon am Tag nach der Heimkehr beginnen. Gut passt die Bauchlage nach dem Wickeln oder nach dem Schlafen.11

Mag euer Baby die Bauchlage nicht, bringt euch selbst oder ein Spielzeug in seine Reichweite. Laut der amerikanischen Empfehlung zur Bauchlage gewöhnen sich die meisten Babys daran.11

Was du tun kannst

  • Euer Baby kann auch auf dir auf dem Bauch liegen. Du liegst auf dem Rücken. Euer Baby liegt mit dem Bauch auf deiner Brust. Das geht nur, solange euer Baby wach ist. Zum Schlafen legt es immer auf den Rücken.11,7
  • Bauchlage geht auch auf dir: Du liegst auf dem Rücken, euer Baby liegt bäuchlings auf deiner Brust. Das geht nur, solange euer Baby wach ist. Zum Schlafen legt ihr es immer auf den Rücken.11,7
  • Prüf beim Tragen immer 2 Dinge. Sitzt euer Baby in der M-Position? Ist sein Gesicht frei?4,5
  • Prüf beim Tragen immer zwei Dinge: Sitzt euer Baby in der M-Position, und ist sein Gesicht frei?4,5

Quellen

  1. 1BIÖG: Bewegungserfahrungen für Ihr Baby
  2. 2BIÖG: Ein lautstarkes Signal: Schreien
  3. 3elternsein.info (NZFH/BIÖG): Baby schreit viel (Bereich Schreien)
  4. 4International Hip Dysplasia Institute: Baby Wearing
  5. 5Kinder- und Jugendärzte im Netz (BVKJ): Babytragebeutel sind nicht immer risikofrei
  6. 6BIÖG: Kinderwagen
  7. 7kindergesundheit-info.de (BIÖG): Die Schlafumgebung für das Baby
  8. 8BIÖG: Kinder vor Sonne schützen
  9. 9BIÖG: Kinder bei Hitze schützen
  10. 10WHO: Guidelines on physical activity, sedentary behaviour and sleep for children under 5 years of age
  11. 11AAP/HealthyChildren.org: Back to Sleep, Tummy to Play
  12. 12CDC: Learn the Signs. Act Early.: Milestones 2 Monate (15.05.2026)
  13. 13CDC: Positive Parenting Tips: Toddlers (1–2 years)

Stand 27. Oktober 2026