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Die Geburt

Geburt einleiten: wann eine Einleitung angeboten wird

Wann eine Einleitung der Geburt angeboten wird, wie sie nach dem Termin kontrolliert wird und was ihr vor der Entscheidung klärt.

Passt für: 37. SSW bis Geburt2 Min. Lesezeit

Ein Paar wartet abends in einem Klinikzimmer, er reicht ihr eine Tasse Tee.
Symbolbild, mit KI erstellt

Das Wichtigste

  • Ab 41+0 wird meist angeboten, die Geburt einzuleiten. Ab 42+0 raten die Fachleute dringend, nicht länger zu warten.1
  • Ab 41+0 bietet das Geburtshilfe-Team meist an, die Geburt einzuleiten. Ab 42+0 empfiehlt es dringend, nicht länger zu warten.1
  • Ist der Termin vorbei, wird sie öfter kontrolliert. Das ist etwa alle 2 bis 3 Tage oder zweimal pro Woche.2, 1
  • Nach dem errechneten Termin wird sie enger kontrolliert, je nach Quelle alle 2 bis 3 Tage oder etwa zweimal pro Woche.2, 1
  • Vor einer Einleitung wird ihr erklärt, was dafür und was dagegen spricht. Eingeleitet wird nur, wenn sie zustimmt.1
  • Vor einer Einleitung wird sie über Vor- und Nachteile aufgeklärt. Eingeleitet wird nur, wenn sie einwilligt.1
  • Auch nach 41+0 kann sie sich entscheiden, noch zu warten. Das geht bis 42+0. Die Fruchtblase darf dafür nicht geplatzt sein.3, 1
  • Ist die Fruchtblase nicht geplatzt und gibt es keine erhöhten Risiken, kann sie sich auch nach 41+0 entscheiden, noch bis 42+0 abzuwarten.3, 1
  • Schreibt eure Fragen zur Einleitung auf. Sprecht sie schon beim Anmeldegespräch in der Klinik an.3, 4
  • Schreibt eure Fragen zur Einleitung auf. Ihr könnt sie schon beim Anmeldegespräch in der Klinik ansprechen.3, 4

Wenn der Termin vorbei ist

Ist der Termin vorbei, heißt das Terminüberschreitung. Das gilt ab 40+1, dem Tag nach dem Termin. Ab 42+0 heißt es Übertragung. Das ist sehr selten.2

Ab dem Tag nach dem errechneten Termin, also ab 40+1, spricht man von Terminüberschreitung. Ab 42+0, zwei Wochen nach dem Termin, heißt es Übertragung. Sie ist sehr selten.2

Kommen nach dem Termin keine Wehen, wird sie öfter kontrolliert. Die Seite familienplanung.de nennt alle 2 bis 3 Tage. Dabei gibt es ein CTG. Außerdem wird gemessen, wie viel Fruchtwasser da ist.2

Setzen nach dem Termin keine Wehen ein, wird sie enger kontrolliert. Die Seite familienplanung.de nennt Kontrollen alle 2 bis 3 Tage, mit CTG und Bestimmung der Fruchtwassermenge.2

Die Seite gesundheitsinformation.de nennt etwa 2 Kontrollen pro Woche. Wenn nötig, gibt es ein CTG und einen Ultraschall. Der Ultraschall zeigt, wie euer Baby wächst und wie viel Fruchtwasser da ist.1

Die Seite gesundheitsinformation.de nennt nach dem Termin etwa 2 Kontrolltermine pro Woche. Bei Bedarf gibt es ein CTG und einen Ultraschall, der zeigt, wie euer Baby wächst und wie viel Fruchtwasser da ist.1

Wann eingeleitet wird

Ab 41+0 wird meist angeboten, die Geburt einzuleiten. Das ist der Beginn der 42. SSW. Ab 42+0 raten die Fachleute dringend, nicht länger zu warten.1

Ab 41+0, also ab der 42. SSW, bietet das Geburtshilfe-Team meist an, die Geburt einzuleiten. Ab 42+0 empfiehlt es dringend, nicht länger zu warten.1

Meist wird eine Einleitung 7 bis 10 Tage nach dem Termin empfohlen. So steht es auf familienplanung.de. Entschieden wird aber für jede Schwangere einzeln.2

Nach familienplanung.de wird eine Einleitung meist 7 bis 10 Tage nach dem Termin empfohlen, also zwischen 41+0 und 41+3. Entschieden werden soll im Einzelfall, nicht routinemäßig.2

Auch nach 41+0 kann sie sich entscheiden, noch bis 42+0 zu warten. Das gilt, wenn die Fruchtblase nicht geplatzt ist. Und wenn es keine erhöhten Risiken gibt. Das steht in einer Hilfe für die Entscheidung von gesundheitsinformation.de.3

Nach 41+0 kann sie sich auch dafür entscheiden, noch bis 42+0 abzuwarten. Beide Wege kommen nach der Entscheidungshilfe von gesundheitsinformation.de infrage, wenn die Fruchtblase nicht geplatzt ist und keine erhöhten Risiken für Komplikationen bestehen.3

Dauert die Schwangerschaft länger, steigt das Risiko vor allem für euer Baby etwas. Zum Beispiel kommen dann mehr Babys nach der Geburt auf die Intensivstation.1

Bei einer längeren Schwangerschaft steigt das Risiko vor allem für euer Baby etwas an. Zum Beispiel kommen dann mehr Kinder nach der Geburt auf die Intensivstation.1

In Großbritannien gilt Warten bis 41+0 meist als sicher. Danach steigen einige Risiken. Sie bleiben aber sehr klein. Zum Beispiel wird öfter ein Kaiserschnitt nötig. Oder euer Baby muss auf die Station für Neugeborene.5

Nach britischen Angaben gilt Abwarten bis 41+0 meist als sicher. Danach steigen einige Risiken leicht an, etwa für einen Kaiserschnitt oder dafür, dass euer Baby auf die Neugeborenenstation muss. Sie bleiben aber sehr klein.5

Mit der Dauer der Schwangerschaft steigt auch das Risiko etwas, dass ein Baby bei oder kurz nach der Geburt stirbt, vor allem ab 42+0. Nach der Entscheidungshilfe von gesundheitsinformation.de sind das bei einer Einleitung in der 42. SSW 1 von 1.000 Kindern, beim Abwarten bis 42+0 3 von 1.000.1, 3

Dieselbe Entscheidungshilfe vergleicht je 1.000 Kinder: Bei einer Einleitung in der 42. SSW kommen 120 per Kaiserschnitt und 60 auf eine Neugeborenen-Intensivstation, beim Abwarten bis 42+0 sind es 130 und 70. Schwere Dammrisse und Saugglocke oder Zange sind bei beiden Wegen gleich häufig.3

Manchmal wird eine Einleitung schon vor dem Termin vorgeschlagen. Ein Grund ist eine Schwangerschaftscholestase. Das ist eine Erkrankung der Leber in der Schwangerschaft. Wann eingeleitet wird, hängt dann von einem Blutwert ab.6, 7

Eine Einleitung kann auch schon vor dem Termin vorgeschlagen werden, zum Beispiel bei einer Schwangerschaftscholestase, einer Lebererkrankung der Schwangerschaft. Nach britischen Angaben hängt der Zeitpunkt dann unter anderem vom Gallensäurewert ab.6, 7

Bei Zwillingen ist es anders. Kommen die Wehen nicht von selbst, wird ab Beginn der 38. SSW eingeleitet. Manchmal auch früher.8

Erwartet ihr Zwillinge und setzen die Wehen nicht von selbst ein, wird die Geburt nach Angaben des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit mit Beginn der 38. SSW, also ab 37+0, oder früher eingeleitet.8

Was vor der Entscheidung passiert

Vor einer Einleitung wird ihr genau erklärt, was dafür und was dagegen spricht. Eingeleitet wird nur, wenn sie zustimmt.1

Vor einer Einleitung muss sie umfassend über Vor- und Nachteile aufgeklärt werden und einwilligen.1

Bei der Entscheidung können ihr Alter oder das geschätzte Gewicht eures Babys eine Rolle spielen.1

Bei der Entscheidung über eine Einleitung können Faktoren wie ihr Alter oder das geschätzte Gewicht eures Babys eine Rolle spielen.1

Es gibt eine Hilfe für die Entscheidung von gesundheitsinformation.de. Sie rät: Schreibt die Fragen auf, die euch beschäftigen.3

Die Entscheidungshilfe von gesundheitsinformation.de zur Frage, ob sie abwartet oder einleiten lässt, rät, die Fragen aufzuschreiben, die einen beschäftigen.3

Nach britischen Angaben kann vor einer Einleitung mit Medikamenten zuerst eine Eipollösung angeboten werden. Dabei löst die Ärztin, der Arzt oder die Hebamme mit dem Finger die Fruchtblase von der Gebärmutter.5, 3

Was du tun kannst

Nach dem Termin werden viele ungeduldig. Das Warten frustriert sie vielleicht sehr.1, 5

Nach dem errechneten Termin wächst oft die Ungeduld. Das Warten kann sie sehr frustrieren.1, 5

Sprecht beim Anmeldegespräch in der Klinik auch über eine Einleitung. Eure Wünsche können dort in die Unterlagen geschrieben werden.4

Was ihr über eine Einleitung wissen wollt, könnt ihr schon beim Anmeldegespräch in der Klinik besprechen. Wünsche lassen sich dort schriftlich in den Unterlagen festhalten.4

Die meisten Praxen und Hebammen rechnen damit, dass du zur Vorsorge mitkommst. Sie beantworten auch deine Fragen.9

Die meisten Praxen und Hebammen erwarten den Partner bei den Vorsorgeterminen und beantworten auch deine Fragen.9

Was du tun kannst

  • Geh mit zu den Kontrollen nach dem Termin, wenn sie das möchte. Nehmt eure Fragen zur Einleitung mit.9, 3
  • Geh mit zu den Kontrollen nach dem Termin, wenn sie das möchte. Bringt eure aufgeschriebenen Fragen zur Einleitung mit.9, 3
  • Kommen die Wehen doch von selbst? Dann gilt beim ersten Kind: Fahrt los, wenn die Wehen etwa eine Stunde lang alle 5 Minuten kommen. Jede dauert dann etwa eine Minute. Sie lassen sich nicht mehr wegatmen.10
  • Setzen die Wehen doch von selbst ein, gilt fürs Losfahren beim ersten Kind die Faustregel: Die Wehen kommen etwa eine Stunde lang regelmäßig alle fünf Minuten, dauern etwa eine Minute und lassen sich nicht mehr wegatmen.10

Passt dazu

Quellen

  1. 1gesundheitsinformation.de (IQWiG): Wenn das Baby auf sich warten lässt: Wann die Geburt einleiten?
  2. 2BIÖG, familienplanung.de: 37.–40. SSW (Stand 13.06.2024)
  3. 3gesundheitsinformation.de (IQWiG): Entscheidungshilfe: Überschreitung des Geburtstermins: Abwarten oder die Geburt einleiten? (PDF)
  4. 4familienplanung.de (BIÖG): Wie kann ich mich auf die Geburt vorbereiten?
  5. 5NHS (Best Start in Life): Week-by-week guide to pregnancy, Wochen 4–41
  6. 6NHS: Itching and intrahepatic cholestasis of pregnancy (geprüft 24.02.2026)
  7. 7Royal College of Obstetricians and Gynaecologists (RCOG): Intrahepatic cholestasis of pregnancy (Patienteninformation)
  8. 8BIÖG, familienplanung.de: Schwanger mit Zwillingen
  9. 9BIÖG, familienplanung.de: Gemeinsam durch die Schwangerschaft, für Väter und Co-Mütter (Stand 13.06.2024)
  10. 10familienplanung.de (BIÖG): Wie verläuft eine Geburt?

Stand 2. November 2026