Gesundheit und Alltag
Rauchen und Passivrauchen: was du tun kannst
Was Rauch in der Schwangerschaft bewirken kann, auch der von anderen, und warum du für ein rauchfreies Umfeld eine Schlüsselrolle hast.
1. SSW bis 1 Jahr
Die Empfehlungen
Paare mit Kinderwunsch und Schwangere sollen nicht rauchen. Das gilt auch für andere Produkte mit Nikotin.1
Paare mit Kinderwunsch und Schwangere sollen weder rauchen noch andere Nikotinprodukte nutzen.1
Sie soll den Tabakrauch von anderen meiden. Sie soll auch Räume meiden, in denen geraucht wurde.1
Schwangere sollen den Tabakrauch anderer meiden und auch Räume, in denen geraucht wurde.1
Von E-Zigaretten und Shisha wird abgeraten. Cannabis soll sie nicht nehmen.1
Von E-Zigaretten und Shisha wird abgeraten. Cannabis sollen Schwangere nicht konsumieren.1
Die Empfehlungen, vor und in der Schwangerschaft nicht zu rauchen, Tabakrauch anderer zu meiden und kein Cannabis zu nehmen, stammen vom Netzwerk Gesund ins Leben. Die Fassung ist vom 6. Juli 2026.1
Rauchen in der Wohnung schadet eurem Baby.2
Sorgt auch nach der Geburt für eine Umgebung ohne Rauch. Das gilt im ganzen ersten Jahr. Besonders wichtig ist das in dem Raum, in dem euer Baby schläft.3
Auch nach der Geburt ist eine rauchfreie Umgebung empfohlen, im ganzen ersten Jahr und vor allem im Schlafraum.3
Was Rauch bewirken kann
Rauchen in der Schwangerschaft kann diese Risiken erhöhen: Fehlgeburt, Frühgeburt und Totgeburt. Ein niedriges Gewicht eures Babys bei der Geburt. Plötzlicher Kindstod.1
Rauchen in der Schwangerschaft kann das Risiko für Fehlgeburt, Frühgeburt, Totgeburt, niedriges Geburtsgewicht und plötzlichen Kindstod erhöhen.1
Auch der Rauch von anderen hat Folgen. Das zeigt eine Auswertung von 58 Studien. Es ging um Schwangere, die selbst nicht rauchten, aber Rauch abbekamen. Die Babys dieser Frauen wogen bei der Geburt im Durchschnitt 33 g oder mehr weniger. Das Risiko für ein Geburtsgewicht unter 2.500 g stieg um etwa 22 Prozent.4
Auch fremder Rauch wirkt. In einer Auswertung von 58 Studien wogen die Babys nicht rauchender Schwangerer, die Rauch ausgesetzt waren, bei der Geburt im Mittel 33 g oder mehr weniger. Das Risiko für ein Geburtsgewicht unter 2.500 g stieg um etwa 22 Prozent.4
Eine Auswertung von 19 Studien fand bei Rauch von anderen: Die Chance auf eine Totgeburt war um 23 Prozent höher. Die Chance auf Fehlbildungen war um 13 Prozent höher. Für Fehlgeburten zeigte sich keine sichere Wirkung.5
Eine Auswertung von 19 Studien fand bei Passivrauch eine um 23 Prozent höhere Chance auf eine Totgeburt und eine um 13 Prozent höhere auf Fehlbildungen. Für Fehlgeburten zeigte sich kein gesicherter Effekt.5
Die beiden Auswertungen zum Passivrauch in der Schwangerschaft, mit 58 und mit 19 Studien, betrafen Schwangere, die selbst nicht rauchten. Erschienen sind die Auswertungen 2008 (58 Studien) und 2011 (19 Studien).4,5
Deine Rolle
Du und die anderen in eurem Haushalt habt eine sehr wichtige Rolle. Ihr seid wichtig beim Aufhören mit dem Rauchen. Und ihr sorgt mit für eine Umgebung ohne Rauch. Das gilt vor und nach der Geburt.1
Partner und andere im Haushalt spielen eine Schlüsselrolle: beim Aufhören und für ein rauchfreies Umfeld, vor und nach der Geburt.1
Die Empfehlung, nicht zu rauchen, gilt ausdrücklich für Paare mit Kinderwunsch. Also gilt die Empfehlung auch für dich.1
Die Empfehlung, nicht zu rauchen, richtet sich ausdrücklich an Paare mit Kinderwunsch, also auch an dich.1
Für den sicheren Schlaf eures Babys ist eine Umgebung ohne Rauch empfohlen. Diese Regel gilt auch für dich, wenn du rauchst.3
Die Rauchfrei-Regel für den sicheren Schlaf eures Babys gilt auch für dich, wenn du rauchst.3
Was du tun kannst
- Rauchst du? Dann hör am besten ganz auf. Mindestens gilt: Rauch nie in der Wohnung, nie im Auto und nie in ihrer Nähe.1,2
- Rauchst du, hör am besten ganz auf. Mindestens gilt: nie in der Wohnung, nie im Auto und nie in ihrer Nähe.1,2
- Bitte Gäste und Familie, draußen zu rauchen. Meidet verrauchte Räume.1
- Raucht sie und will aufhören? Dann unterstütze sie dabei. Rauchst du auch? Dann hört am besten zusammen auf.1
- Raucht sie und möchte aufhören, unterstütze sie dabei. Rauchst du auch, hört am besten gemeinsam auf.1
Quellen
- 1Netzwerk Gesund ins Leben: Nikotin und Cannabis vor und in der Schwangerschaft (Stand 06.07.2026)
- 2BIÖG, familienplanung.de: Gemeinsam durch die Schwangerschaft, für Väter und Co-Mütter (Stand 13.06.2024)
- 3kindergesundheit-info.de (BIÖG), gestützt auf AWMF 063-002 (DGSM, Stand 06.11.2022), DGKJ und BVKJ: Dem Plötzlichen Kindstod vorbeugen
- 4BMJ: Leonardi-Bee J et al.: Environmental tobacco smoke and fetal health: systematic review and meta-analysis. Arch Dis Child Fetal Neonatal Ed 2008 (PMID 18218658)
- 5AAP: Leonardi-Bee J, Britton J, Venn A: Secondhand smoke and adverse fetal outcomes in nonsmoking pregnant women: a meta-analysis. Pediatrics 2011;127(4):734–41 (PMID 21382949)
Stand 27. Oktober 2026