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Notfall

Sicherheit und Erste Hilfe

Wenn du kurz vor dem Ausrasten bist

Wenn das Schreien dich an deine Grenze bringt: wie du euer Baby und dich schützt, warum Schütteln lebensgefährlich ist und wer hilft.

Passt für: Geburt bis 1 Jahr

Wenn das Schreien nicht aufhört

In den ersten 2 Monaten schreien Babys immer mehr. Am meisten schreien Babys um die 6. Lebenswoche. Danach werden die Schreiphasen meist kürzer. Oft sind die Schreiphasen mit etwa 3 Monaten vorbei.1

In den ersten zwei Monaten nimmt das Schreien zu und ist um die 6. Lebenswoche am stärksten. Danach werden die Schreiphasen meist kürzer und verschwinden oft bis zum Alter von etwa drei Monaten.1

Der häufigste Auslöser für ein Schütteltrauma ist Schreien, das nicht aufhört. Am häufigsten passiert ein Schütteltrauma im 2. bis 5. Lebensmonat.2,3

Anhaltendes Schreien ist der Hauptauslöser für ein Schütteltrauma. Am häufigsten passiert es im 2. bis 5. Lebensmonat.2,3

Gebt eurem Baby nie Mittel zum Beruhigen. Das gilt auch, wenn es lange schreit.4,1

Gebt eurem Baby nie Beruhigungsmittel, auch wenn es lange schreit.4,1

Warum Schütteln lebensgefährlich ist

Kopf und Hals eines Babys werden besonders leicht verletzt. Schon kurzes Schütteln kann euer Baby schwer verletzen. Euer Baby kann daran sterben.1

Kopf und Hals eines Babys sind besonders verletzlich. Schon kurzes Schütteln kann schwere Schäden verursachen und tödlich sein.1

Manche Babys und Kleinkinder kommen mit einem Schütteltrauma in die Klinik. 1 bis 3 von 10 dieser Kinder sterben. Nur etwa 1 bis 2 von 10 überleben ohne bleibende Schäden.2,5

Von den Babys und Kleinkindern, die mit einem Schütteltrauma in eine Klinik kommen, sterben 10 bis 30 Prozent. Nur etwa 10 bis 20 Prozent überleben ohne bleibende Schäden.2,5

Wurde ein Baby geschüttelt, war es öfter ein Mann als eine Frau. Das zeigen Studien aus Deutschland und anderen Ländern.2

Deutsche und internationale Studien zeigen: Wer ein Baby schüttelt, ist häufiger ein Mann als eine Frau.2

In der deutschen ESPED-Studie zu Schütteltrauma mit Daten von 2006 bis 2009 waren die Verursacher in 54 bis 60 Prozent der Fälle Väter, in 9 Prozent Lebensgefährten der Mutter und in 23 bis 30 Prozent Mütter.3

Hier bekommst du Hilfe

Das Elterntelefon hat die Nummer 0800 111 0 550. Der Anruf ist kostenlos und anonym. Montags, mittwochs und freitags erreichst du es von 9 bis 17 Uhr. Dienstags und donnerstags erreichst du es von 9 bis 19 Uhr.6,7

Das Elterntelefon erreichst du kostenlos und anonym unter 0800 111 0 550. Es ist montags, mittwochs und freitags von 9 bis 17 Uhr besetzt, dienstags und donnerstags von 9 bis 19 Uhr.6,7

Die TelefonSeelsorge erreichst du Tag und Nacht. Der Anruf ist kostenlos und anonym. Die Nummern sind 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123. Du kannst auch chatten oder eine Mail schreiben.8

Die TelefonSeelsorge ist Tag und Nacht kostenlos und anonym erreichbar: 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123. Es gibt auch Chat und Mail.8

Die bke-Onlineberatung berät dich per Mail oder im Chat. Es gibt einen Chat nur mit dir und einen Chat in der Gruppe. Anrufen kannst du dort nicht.7

Die bke-Onlineberatung berät per Mail, im Einzelchat oder im Gruppenchat. Eine Telefonnummer gibt es dort nicht.7

Schreit euer Baby viel? Dann ist die Kinderarztpraxis eine erste Anlaufstelle. Schreiambulanzen findest du über eine Suche für ganz Deutschland auf elternsein.info. Gibt es bei euch keine Schreiambulanz? Dann hilft die Kinder- oder Hausarztpraxis weiter.1,5,9,4

Schreit euer Baby viel, ist die Kinderarztpraxis eine erste Anlaufstelle. Schreiambulanzen findest du über eine bundesweite Suche auf elternsein.info. Gibt es vor Ort keine, hilft die Kinder- oder Hausarztpraxis weiter.1,5,9,4

Frühe Hilfen gibt es in den Städten und Gemeinden. Im 1. Lebensjahr gehören auch Familienhebammen dazu. Auskunft bekommt ihr beim Jugendamt oder beim Gesundheitsamt. Auf elternsein.info könnt ihr auch nach Postleitzahl suchen.10,11,1,12

Frühe Hilfen gibt es in den Kommunen, im ersten Lebensjahr auch mit Familienhebammen. Auskunft gibt das Jugend- oder Gesundheitsamt, und auf elternsein.info könnt ihr nach Postleitzahl suchen.10,11,1,12

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen hat im Auftrag des Bundesfamilienministeriums das „Bündnis gegen Schütteltrauma“ gegründet. Zur Kampagne gegen Schütteltrauma gibt es Flyer, eine Broschüre in Leichter Sprache und Filme.2,5

Checkliste

Wenn du merkst, dass es dir zu viel wird

  • Leg euer Baby an einen sicheren Ort, ins Gitterbett oder auf den Boden.5,4
  • Verlass den Raum.5,4
  • Atme durch und beruhige dich einige Minuten.5,4
  • Schau alle paar Minuten nach eurem Baby.5,4
  • Hol dir Hilfe. Das können Freunde oder Familie sein. Oder eine Beratung, zum Beispiel das Elterntelefon.Hol dir Hilfe bei Freunden, Familie oder einer Beratung, etwa beim Elterntelefon.5,4,6

Vorher absprechen

  • Sprecht vorher ab, wer übernimmt, wenn euer Baby lange schreit. Wechselt euch ab.Sprecht ab, wer bei Dauerschreien wann übernimmt, und wechselt euch ab.4,10
  • Klärt, wem ihr euer Baby für eine Zeit geben könnt, wenn es lange schreit. Das ist eine Person, der ihr vertraut.Klärt, welche Vertrauensperson euer Baby bei Dauerschreien zeitweise übernehmen kann.4,10
  • Speichere die Nummer vom Elterntelefon in deinem Handy. Die Nummer ist 0800 111 0 550.Speichere die Nummer des Elterntelefons im Handy: 0800 111 0 550.6

Was du tun kannst

  • Versuch, selbst ruhig zu bleiben.1

Passt dazu

Quellen

  1. 1BIÖG: Ein lautstarkes Signal: Schreien
  2. 2Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) im BIÖG: Babyschreien und Schütteltrauma: Zahlen und Fakten
  3. 3Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH): Hintergrundinformationen zum Schütteltrauma
  4. 4kindergesundheit-info.de (BIÖG): FAQ: „Unser Baby schreit unglaublich viel …“
  5. 5elternsein.info (NZFH/BIÖG): Gefahr Schütteltrauma
  6. 6Nummer gegen Kummer e.V.: Elterntelefon
  7. 7elternsein.info (NZFH/BIÖG): Beratung für Eltern: anonym und kostenlos
  8. 8TelefonSeelsorge Deutschland (ev./kath. Träger): TelefonSeelsorge
  9. 9elternsein.info (NZFH/BIÖG): Baby schreit viel (Bereich Schreien)
  10. 10familienplanung.de (BIÖG): Weinen und Schreien
  11. 11familienplanung.de (BIÖG): Wochenbett-Depression
  12. 12elternsein.info (NZFH, © NZFH/BIÖG): Startseite mit Suche nach Frühen Hilfen und Schreiambulanzen
  13. 13Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV): 116117: Ärztlicher Bereitschaftsdienst

Stand 27. Oktober 2026