Vorsorge und Untersuchungen
Vorsorge: Termine, Ultraschall und Bluttests im Überblick
Wie oft sie zur Vorsorge geht, was bei Ultraschall und Bluttests passiert und welche Termine du begleiten kannst.
1. SSW bis Geburt
Wie oft Vorsorge ist
Die Regeln für die Vorsorge stehen in der Mutterschafts-Richtlinie. Die erste Untersuchung soll möglichst bald sein, nachdem die Schwangerschaft feststeht.1
Grundlage der Vorsorge ist die Mutterschafts-Richtlinie. Die erste Untersuchung soll möglichst früh nach Feststellung der Schwangerschaft stattfinden.1
Die Mutterschafts-Richtlinie gibt der Gemeinsame Bundesausschuss heraus. Die letzte Änderung ist vom 16. Juli 2026 und gilt seit dem 25. August 2026.1,2
Bei der ersten Untersuchung wird sie viel gefragt: nach Krankheiten in der Familie und nach ihren eigenen. Es geht auch um frühere Schwangerschaften, ihre Arbeit und wie sie lebt. Dann wird sie allgemein und frauenärztlich untersucht. Ihr Urin wird auf Chlamydien getestet. Geprüft werden auch Blutdruck, Gewicht, Urin und der Hb-Wert im Blut.1
Bei der Erstuntersuchung wird nach Krankheiten in der Familie, ihrer eigenen Krankengeschichte, früheren Schwangerschaften sowie Arbeit und Lebenslage gefragt. Dazu kommen eine allgemeine und eine gynäkologische Untersuchung, ein Chlamydien-Test aus dem Urin, Blutdruck, Gewicht, Urin und der Hb-Wert.1
Danach hat sie in der Regel alle 4 Wochen einen Termin. Dort werden Blutdruck, Gewicht und Urin geprüft. Geprüft wird auch, wie hoch die Gebärmutter steht. Dazu kommen die Herztöne und die Lage eures Babys. War der erste Hb-Wert normal, wird er meist ab dem 6. Monat wieder gemessen.1
Danach ist in der Regel alle vier Wochen ein Termin. Kontrolliert werden Blutdruck, Gewicht, Urin, der Stand der Gebärmutter, die Herztöne und die Lage eures Babys. Der Hb-Wert wird meist ab dem 6. Monat wieder bestimmt, wenn der erste Wert normal war.1
In den letzten 2 Monaten hat sie pro Monat 2 Termine. Das ist etwa alle 2 Wochen.1,3
In den letzten zwei Monaten sind je zwei Untersuchungen vorgesehen, also etwa alle zwei Wochen.1,3
Muss sie genauer überwacht werden, sind mehr Termine möglich. Gründe dafür sind zum Beispiel: Sie ist beim ersten Kind jünger als 18 oder älter als 35 Jahre. Bei weiteren Kindern ist sie älter als 40 Jahre. Euer Baby ist nach dem errechneten Termin noch nicht da. Oder der Termin ist unklar.1
Braucht sie mehr Überwachung, sind häufigere Termine möglich. Gründe sind zum Beispiel ein Alter unter 18 oder über 35 Jahren beim ersten Kind, über 40 Jahre bei weiteren Kindern, eine Terminüberschreitung oder ein unklarer Termin.1
Braucht sie in der Schwangerschaft mehr Überwachung, sind bis zur 32. SSW Termine öfter als alle vier Wochen möglich, in den letzten acht Wochen öfter als alle zwei Wochen.1
Ist euer Baby nach dem errechneten Termin noch nicht da und setzen keine Wehen ein, wird sie enger kontrolliert, mit CTG und Bestimmung der Fruchtwassermenge. Die Seite familienplanung.de nennt dafür alle 2 bis 3 Tage. Die Leitlinie zur Geburtseinleitung nennt als Beispiel alle 3 bis 5 Tage. Die Leitlinie war bis zum 1. Dezember 2025 als gültig angegeben.4,5
Die meisten Vorsorgeuntersuchungen darf auch eine Hebamme machen. Die Hebamme darf die Ergebnisse auch in den Mutterpass eintragen. Ultraschall machen nur Ärztinnen und Ärzte.6
Hebammen dürfen die meisten Vorsorgeuntersuchungen machen und in den Mutterpass eintragen. Ultraschall machen nur Ärztinnen und Ärzte.6
Die Ergebnisse der Vorsorge stehen im Mutterpass. Wenn sie möchte, wird er auch digital in der ePA geführt. In einer Schwangerschaft soll man nicht zwischen Papier und digital wechseln.1,7
Die Vorsorgebefunde stehen im Mutterpass. Auf ihren Wunsch kann er auch elektronisch in der ePA geführt werden. Innerhalb einer Schwangerschaft soll nicht zwischen Papier und digital gewechselt werden.1,7
Was im Mutterpass steht, erklärt ein interaktiver Online-Mutterpass auf familienplanung.de.7
Rechtzeitig vor der Geburt soll sie in eurer Geburtsklinik vorgestellt werden. Nach der Geburt hat sie zwei Untersuchungen. Die erste ist in der ersten Woche. Die zweite ist nach etwa 6 Wochen, spätestens nach 8 Wochen.1
Rechtzeitig vor der Geburt soll sie in der gewählten Geburtsklinik vorgestellt werden. Nach der Geburt sind zwei Untersuchungen vorgesehen: eine in der ersten Woche und eine nach etwa sechs bis spätestens acht Wochen.1
Die drei Ultraschall-Screenings
Der erste Ultraschall ist in der 9. bis 12. SSW. Er zeigt unter anderem: Wo hat sich die Schwangerschaft eingenistet? Schlägt das Herz eures Babys? Sind es mehrere Kinder? Entwickelt sich euer Baby passend zur Schwangerschaftswoche?1
Der erste Ultraschall liegt zwischen 8+0 und 11+6, also in der 9. bis 12. SSW. Er zeigt unter anderem, wo sich die Schwangerschaft eingenistet hat, ob das Herz schlägt, ob es Mehrlinge sind und ob sich euer Baby zeitgerecht entwickelt.1
Der erste Ultraschall liegt zwischen 8+0 und 11+6, also in der 9. bis 12. SSW. Er zeigt unter anderem, wo sich die Schwangerschaft eingenistet hat, ob das Herz schlägt, ob es Mehrlinge sind und ob sich euer Baby zeitgerecht entwickelt.1
Der zweite Ultraschall ist in der 19. bis 22. SSW. Sie kann wählen: Basis-Ultraschall oder erweiterter Basis-Ultraschall.1
Der zweite liegt zwischen 18+0 und 21+6, also in der 19. bis 22. SSW. Sie kann zwischen dem Basis-Ultraschall und dem erweiterten Basis-Ultraschall wählen.1
Beim Basis-Ultraschall in der 19. bis 22. SSW werden Kopf, Bauch und Oberschenkel eures Babys vermessen. Außerdem werden Fruchtwasser und Plazenta angesehen.1
Beim erweiterten Basis-Ultraschall wird mehr angesehen: Teile des Gehirns eures Babys, das Herz, die Bauchwand, Magen und Blase. Ihn machen nur Fachleute, die dafür besonders ausgebildet sind.1
Beim erweiterten Basis-Ultraschall werden zusätzlich Teile des Gehirns, das Herz, die Bauchwand, Magen und Blase angesehen. Ihn machen nur besonders qualifizierte Untersucher.1
Der dritte Ultraschall ist in der 29. bis 32. SSW. Geprüft werden die Lage eures Babys und sein Herzschlag. Außerdem wird euer Baby vermessen.1
Der dritte liegt zwischen 28+0 und 31+6, also in der 29. bis 32. SSW. Geprüft werden Lage, Herzschlag und Maße eures Babys.1
Manchmal gibt es früh einen Ultraschall, der nur die Schwangerschaft bestätigt. Er gehört nicht zu diesen drei Ultraschalls. Er läuft über die normale ärztliche Behandlung. Einen Feinultraschall bei Spezialisten zahlt die Kasse nur, wenn es einen medizinischen Grund gibt.1,6
Ein früher Ultraschall nur zur Bestätigung der Schwangerschaft gehört nicht zu diesen Screenings. Er läuft über die normale ärztliche Behandlung. Einen Feinultraschall bei Spezialisten zahlt die Kasse nur bei einem medizinischen Grund.1,6
Bluttests
Früh in der Schwangerschaft wird ihr Blut untersucht. Bestimmt werden Blutgruppe und Rhesusfaktor. Dazu kommt ein Antikörpersuchtest. Getestet wird auch auf Syphilis (Lues) und Hepatitis B.1,8
Früh in der Schwangerschaft werden Blutgruppe und Rhesusfaktor bestimmt und ein Antikörpersuchtest gemacht. Dazu kommen Tests auf Syphilis (Lues) und Hepatitis B.1,8
Seit Ende Juni 2023 wird früh in der Schwangerschaft auf Hepatitis B getestet. Vorher war der Test ab der 32. SSW vorgesehen.8,1
Der HIV-Test ist freiwillig. Vorher wird sie beraten. Beim Test auf HIV und beim Test auf Syphilis steht das Ergebnis nicht im Mutterpass. Dort steht nur, dass getestet wurde.1
Der HIV-Test ist freiwillig und kommt nach einer Beratung. Bei HIV und Syphilis steht im Mutterpass nur, dass getestet wurde, nicht das Ergebnis.1
Hat sie keine 2 Röteln-Impfungen und keinen früheren Nachweis, dass sie geschützt ist? Dann wird ihr Blut auf Röteln-Antikörper getestet. Ist sie nicht geschützt, wird in der 16. bis 17. SSW noch einmal getestet.1
Röteln-Antikörper werden bestimmt, wenn keine zwei Impfungen und kein früherer Nachweis vorliegen. Ist sie nicht immun, wird in der 16. bis 17. SSW erneut getestet.1
In der 24. bis 27. SSW bekommt jede Schwangere einen zweiten Antikörpersuchtest.1
Zwischen 23+0 und 26+6 folgt bei allen Schwangeren ein zweiter Antikörpersuchtest.1
Ist sie Rhesus-negativ und hat keine Antikörper? Dann bekommt sie in der 28. bis 30. SSW eine Anti-D-Prophylaxe. Ist sie Rhesus-negativ und erwartet nur ein Kind? Dann bekommt sie ab der 12. SSW einen Bluttest angeboten. Der Bluttest zeigt den Rhesusfaktor eures Babys. Ist euer Baby Rhesus-negativ, braucht sie die Prophylaxe nicht.1
Ist sie Rhesus-negativ und hat keine Antikörper, bekommt sie zwischen 27+0 und 29+6 eine Anti-D-Prophylaxe. Ist sie Rhesus-negativ und erwartet nur ein Kind, soll ihr ab 11+0 ein Bluttest auf den Rhesusfaktor eures Babys angeboten werden. Zeigt er, dass euer Baby Rhesus-negativ ist, entfällt die Prophylaxe.1
Ist sie Rhesus-negativ und euer Baby Rhesus-positiv? Dann bekommt sie innerhalb von 72 Stunden nach der Geburt noch eine Anti-D-Prophylaxe.1
Ist sie Rhesus-negativ und euer Baby Rhesus-positiv, bekommt sie nach der Geburt innerhalb von 72 Stunden eine weitere Anti-D-Prophylaxe.1
Auf Toxoplasmose wird in der Vorsorge nur getestet, wenn es einen begründeten Verdacht gibt. Möchte sie den Test ohne Verdacht? Dann zahlt sie ihn selbst.1,9
Auf Toxoplasmose wird nur bei begründetem Verdacht getestet. Möchte sie den Test ohne Verdacht, zahlt sie ihn selbst.1,9
Etwa 40 Prozent der Schwangeren haben schon Antikörper gegen Toxoplasmose.10
Zuckertest
Ist bei ihr kein Diabetes bekannt? Dann bekommt sie in der 25. bis 28. SSW einen Test angeboten. Der Test sucht nach Schwangerschaftsdiabetes.1
Zwischen 24+0 und 27+6 wird jeder Schwangeren ohne bekannten Diabetes ein Test auf Schwangerschaftsdiabetes angeboten.1
Im ersten Schritt trinkt sie eine Zuckerlösung. Nüchtern muss sie dafür nicht sein. Nach einer Stunde wird der Blutzucker gemessen.1
Liegt der Wert zwischen 7,5 und 11,1 mmol/l, macht sie bald einen zweiten Test. Dafür muss sie mindestens 8 Stunden nüchtern sein. Erst wenn auch der zweite Test auffällig ist, steht Schwangerschaftsdiabetes fest.1,11
Liegt der Wert zwischen 7,5 und 11,1 mmol/l, folgt zeitnah ein zweiter Test. Dafür muss sie mindestens acht Stunden nüchtern sein. Erst wenn auch dieser Test auffällig ist, gilt ein Schwangerschaftsdiabetes als festgestellt.1,11
Beim Test auf Schwangerschaftsdiabetes trinkt sie im ersten Schritt eine Lösung mit 50 g Zucker, im zweiten eine mit 75 g. Beim zweiten Test wird nüchtern, nach einer und nach zwei Stunden gemessen. Schon ein auffälliger Wert reicht für die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes.1
Behandelt wird meist mit Ernährung und Bewegung, manchmal mit Insulin.11
Was nicht zur Routine gehört
Ein CTG gibt es in der Vorsorge nur, wenn es einen Grund gibt. Gründe sind zum Beispiel: Eine Frühgeburt droht. Die Herztöne eures Babys sind auffällig. Oder es gibt Verdacht auf vorzeitige Wehen.1
Ein CTG ist in der Vorsorge nur bei einem Anlass vorgesehen, etwa bei drohender Frühgeburt, auffälligen Herztönen oder Verdacht auf vorzeitige Wehen.1
Ein CTG ist in der Vorsorge nur bei einem Anlass vorgesehen, etwa bei drohender Frühgeburt, auffälligen Herztönen oder Verdacht auf vorzeitige Wehen.1
Als Anlass für ein CTG in der Vorsorge nennt die Mutterschafts-Richtlinie zum Beispiel eine drohende Frühgeburt in der 26. bis 27. SSW und ab der 28. SSW auffällige Herztöne oder Verdacht auf vorzeitige Wehen. Wiederholt wird ein CTG bei Auffälligkeiten oder Verdacht auf Übertragung.1
Der NIPT ist ein Bluttest. Er sucht in ihrem Blut nach Hinweisen auf Trisomie 13, 18 und 21. Er ist ab etwa der 10. Woche möglich. Seit Juli 2022 zahlt die Kasse ihn in bestimmten Fällen. Er gehört nicht zur Routine.1,12
Der NIPT sucht im Blut der Mutter nach Hinweisen auf Trisomie 13, 18 und 21. Er ist ab etwa der 10. Woche möglich. Seit Juli 2022 zahlt die Kasse ihn in bestimmten Fällen. Eine Routineuntersuchung ist er nicht.1,12
Vor dem NIPT muss das Schwangerschaftsalter per Ultraschall bestimmt sein, und es muss bekannt sein, wie viele Kinder sie erwartet. Das Ergebnis kommt meist innerhalb einer Woche.1
Die Kasse zahlt den NIPT in zwei Fällen. Erster Fall: Andere Untersuchungen deuten auf eine Trisomie hin. Zweiter Fall: Sie spricht mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt über ihre Lage. Dabei kommen beide zu dem Schluss, dass der Test nötig ist. Ein Risiko, das nur nach der Statistik höher ist, reicht nicht.1
Die Kasse zahlt den NIPT, wenn andere Untersuchungen auf eine Trisomie hindeuten oder wenn sie mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt zu dem Schluss kommt, dass der Test in ihrer Lage nötig ist. Ein statistisch erhöhtes Risiko allein reicht nicht.1
Vor dem NIPT wird sie beraten. Die Regeln dafür stehen im Gendiagnostikgesetz. Sie hat das Recht, Ergebnisse nicht zu erfahren. Das gilt auch für einzelne Teile des Ergebnisses. Ist das Ergebnis auffällig, muss es mit einer invasiven Untersuchung abgeklärt werden.1
Vor dem NIPT gibt es eine Beratung nach dem Gendiagnostikgesetz. Sie hat ein Recht auf Nichtwissen, auch für Teilergebnisse. Ein auffälliges Ergebnis muss mit einer invasiven Untersuchung abgeklärt werden.1
Das Ersttrimester-Screening ist zwischen der 12. und 14. Woche. Dabei gibt es Ultraschall und Blutwerte. Meist zahlt sie es selbst. Es kostet etwa 150 bis 250 Euro.1
Das Ersttrimester-Screening mit Ultraschall und Blutwerten zwischen der 12. und 14. Woche muss sie meist selbst zahlen, etwa 150 bis 250 Euro.1
In der 35. bis 37. SSW ist ein Abstrich auf B-Streptokokken möglich. Die Kasse zahlt ihn nur bei Verdacht oder Vorgeschichte. Sonst zahlt sie ihn selbst.3
Den Abstrich auf B-Streptokokken in der 35. bis 37. SSW zahlt die Kasse nur bei Verdacht oder Vorgeschichte. Sonst ist er selbst zu zahlen.3
Bei etwa 20 Prozent der Schwangeren fällt der Test auf B-Streptokokken positiv aus.3
Welche Termine du begleiten kannst
Die meisten Praxen und Hebammen rechnen damit, dass du mitkommst. Auch deine Fragen werden dort beantwortet. Gehst du zu einem oder allen großen Terminen mit? Dann bist du besser auf die Geburt vorbereitet.13
Die meisten Praxen und Hebammen erwarten den Partner und beantworten auch deine Fragen. Wer einen oder alle großen Termine begleitet, ist besser auf die Geburt vorbereitet.13
Der erste Ultraschall ist in der 9. bis 12. SSW. Dabei fühlst du dich eurem Baby vielleicht zum ersten Mal nah.13
Der erste Ultraschall in der 9. bis 12. SSW kann für dich der erste emotionale Kontakt zu eurem Baby sein.13
In einer schwedischen Studie mit 22 Paaren erlebten Mütter und Väter den Ultraschall im zweiten Drittel als Bestätigung eines neuen Lebens.14
Eine schwedische Studie mit 22 Paaren empfiehlt, Väter zur Teilnahme am Ultraschall zu ermutigen.14
Ist sie angestellt, muss ihr Arbeitgeber ihr für die Vorsorgetermine freigeben. Du hast nach dem Mutterschutzgesetz kein Recht darauf.15
Ist sie angestellt, muss ihr Arbeitgeber sie für die Vorsorgetermine freistellen. Für dich ergibt sich aus dem Mutterschutzgesetz kein solcher Anspruch.15
Checkliste
Termine, die sich zum Begleiten anbieten
- Erster Ultraschall, 9. bis 12. SSW1,13
- Zweiter Ultraschall, 19. bis 22. SSW1,14
- Dritter Ultraschall, 29. bis 32. SSW1
- Beratung zu vorgeburtlichen Tests wie dem NIPT, wenn sie eine Beratung möchteBeratung zu Pränataltests wie dem NIPT, wenn sie eine möchte1
- Zuckertest in der 25. bis 28. SSWZuckertest zwischen 24+0 und 27+61
- Vorstellung in der Geburtsklinik1
- Kontrollen, falls euer Baby nach dem errechneten Termin noch nicht da istKontrollen, falls euer Baby nach dem errechneten Termin noch nicht da ist4
Was du tun kannst
- Frag sie, zu welchen Terminen sie dich dabeihaben möchte. Die drei Ultraschalls und die Vorstellung in der Klinik eignen sich besonders.13,14,1
- Biete an, sie zum Zuckertest zu fahren. Beim ersten Test wartet sie nach dem Trinken eine Stunde. Dann wird Blut abgenommen. Muss sie zum zweiten Test, kommt sie nüchtern. Dieser Test dauert etwa 2 Stunden. Dabei wird dreimal gemessen.1,11
- Biete an, sie zum Zuckertest zu fahren. Beim ersten Test vergeht zwischen Trinken und Blutabnahme eine Stunde. Wird der zweite Test nötig, ist sie nüchtern, und er dauert mit drei Messungen etwa zwei Stunden.1,11
- Bist du angestellt? Dann sprich früh mit deinem Arbeitgeber über die Termine, zu denen du mitgehst. Nur sie hat nach dem Mutterschutzgesetz ein Recht darauf, freizubekommen.15
- Bist du angestellt, plan deine Begleitung früh mit deinem Arbeitgeber. Das Mutterschutzgesetz gibt nur ihr einen Anspruch auf Freistellung.15
Passt dazu
- Warnzeichen in der Schwangerschaft: wann sofort in die KlinikWelche Zeichen in der Schwangerschaft nicht warten können und wann ihr anruft, in die Klinik fahrt oder die 112 wählt.
- Pränataldiagnostik: NIPT, Ersttrimester-Screening und eure FragenWas NIPT und Ersttrimester-Screening untersuchen, wann die Kasse zahlt, welche Rechte sie hat und was ihr vorher klären könnt.
Quellen
- 1Gemeinsamer Bundesausschuss: Mutterschafts-Richtlinien, Fassung 16.07.2026, in Kraft 25.08.2026
- 2G-BA: Mutterschafts-Richtlinie, Übersichtsseite mit Beschlüssen
- 3BIÖG, familienplanung.de: 33.–36. SSW (Stand 13.06.2024)
- 4BIÖG, familienplanung.de: 37.–40. SSW (Stand 13.06.2024)
- 5DGGG, OEGGG, SGGG: Geburtseinleitung. S2k-Leitlinie AWMF 015-088 (Dez. 2020, Version 1.1; Gültigkeit 01.12.2020–01.12.2025), Geburtsh Frauenheilk 2021;81:870–895
- 6BIÖG, familienplanung.de: 1.–4. SSW (Stand 13.06.2024)
- 7BIÖG, familienplanung.de: Schwangerschaftsvorsorge und Begleitung (Übersicht)
- 8G-BA: Beschluss des G-BA vom 20.04.2023 zum Zeitpunkt des Hepatitis-B-Screenings (BAnz AT 29.06.2023 B5)
- 9BMG, gesund.bund.de: Toxoplasmose (Stand 15.11.2024, geprüft von der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie)
- 10BIÖG, familienplanung.de: 5.–8. SSW (Stand 13.06.2024)
- 11BIÖG, familienplanung.de: 25.–28. SSW (Stand 13.06.2024)
- 12Deutscher Bundestag: Bundestag: Monitoring zu nicht-invasiven Pränataltests beschlossen (Textarchiv KW 41/2026, Beschluss vom 08.10.2026; Drucksachen 21/3873, 21/6075, 21/8475)
- 13BIÖG, familienplanung.de: Gemeinsam durch die Schwangerschaft, für Väter und Co-Mütter (Stand 13.06.2024)
- 14Elsevier: Ekelin M et al.: A qualitative study of mothers' and fathers' experiences of routine ultrasound examination in Sweden. Midwifery 2004 (PMID 15571882)
- 15BMJV, gesetze-im-internet.de: § 7 MuSchG, Freistellung für Untersuchungen und zum Stillen
- 16BIÖG, familienplanung.de: Beschwerden in der Schwangerschaft: Blutungen (Stand 11.06.2024)
- 17BIÖG, familienplanung.de: Frühgeburt: Wenn es der Nachwuchs eilig hat (Stand 25.07.2024, geprüft 25.02.2025)
- 18BIÖG, familienplanung.de: Kopfschmerzen in der Schwangerschaft (Stand 13.06.2024)
- 19BIÖG, familienplanung.de: 21.–24. SSW (Stand 13.06.2024)
- 20NHS: Your baby's movements (geprüft 08.07.2024)
- 21BMG, gesund.bund.de: Typische Schwangerschaftsbeschwerden (Stand 01.12.2025, geprüft vom Deutschen Hebammenverband)
Stand 27. Oktober 2026