Zwischen 24+0 und 27+6, also in der 25. bis 28. SSW, wird jeder Schwangeren ohne bekannten Diabetes ein Test auf Schwangerschaftsdiabetes angeboten.1
Der Zuckertest gehört zur Vorsorge. Er hat zwei Stufen. Zuerst gibt es einen Vortest. Nur wenn nötig, folgt ein zweiter Test.1, 3
Der Zuckertest gehört zur Vorsorge nach der Mutterschafts-Richtlinie und hat zwei Stufen: erst einen Vortest, bei Bedarf dann einen zweiten Test.1, 3
So läuft er ab
Zuerst trinkt sie eine Lösung mit 50 g Zucker. Eine Stunde später wird ihr Blutzucker gemessen.1
Im ersten Schritt trinkt sie eine Lösung mit 50 g Zucker. Nach einer Stunde wird ihr Blutzucker gemessen.1
Liegt der Wert zwischen 7,5 und 11,1 mmol/l? Dann macht sie bald einen zweiten Test. Dabei trinkt sie eine Lösung mit 75 g Zucker.1
Liegt der Blutzucker im ersten Test zwischen 7,5 und 11,1 mmol/l, folgt zeitnah ein zweiter Test mit einer Lösung aus 75 g Zucker.1
Beim zweiten Test wird dreimal gemessen. Einmal vor dem Trinken, dann nach 1 Stunde und nach 2 Stunden. Der Test dauert also gut 2 Stunden.1, 2
Beim zweiten Test wird der Blutzucker dreimal gemessen: nüchtern vor dem Trinken, nach einer Stunde und nach zwei Stunden. Mit allen Messungen dauert er gut zwei Stunden.1, 2
In der Mutterschafts-Richtlinie heißt der zweite Test oraler Glukosetoleranztest, kurz oGTT. Im Mutterpass steht er als Diagnosetest, der erste als Vortest.1, 4
Für den ersten Test mit 50 g Zucker muss sie nicht nüchtern sein.1
Vor dem zweiten Test isst sie mindestens 8 Stunden lang nichts. Trinken darf sie in dieser Zeit nur Wasser.1
Für den zweiten Test mit 75 g Zucker muss sie mindestens acht Stunden nüchtern sein. Das heißt: nichts essen und nur Wasser trinken.1
Wenn der Wert auffällig ist
Ist der erste Test auffällig, steht noch nichts fest. Erst wenn auch der zweite Test auffällig ist, hat sie Schwangerschaftsdiabetes.2, 1
Ein auffälliger erster Test ist noch keine Diagnose. Schwangerschaftsdiabetes gilt erst als festgestellt, wenn auch der zweite Test auffällig ist.2, 1
Im zweiten Test gibt es drei Grenzwerte. Nüchtern sind es 5,1 mmol/l. Nach 1 Stunde sind es 10,0 mmol/l. Nach 2 Stunden sind es 8,5 mmol/l. Wird ein Wert erreicht oder überschritten, hat sie Schwangerschaftsdiabetes.1
Im zweiten Test gelten nach der Mutterschafts-Richtlinie drei Grenzwerte: nüchtern 5,1 mmol/l, nach einer Stunde 10,0 mmol/l und nach zwei Stunden 8,5 mmol/l. Wird schon einer davon erreicht oder überschritten, reicht das für die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes.1
Wenn sie Schwangerschaftsdiabetes hat
Meist wird Schwangerschaftsdiabetes mit Ernährung und Bewegung behandelt. Manchmal braucht sie Insulin.2, 1
Behandelt wird Schwangerschaftsdiabetes meist mit Ernährung und Bewegung, manchmal mit Insulin.2, 1
Hat sie Schwangerschaftsdiabetes, empfiehlt die STIKO eine Impfung gegen COVID-19. Geimpft wird einmal pro Saison, möglichst ab dem 2. Drittel. Ob sie sich impfen lässt, entscheidet sie nach einer ärztlichen Beratung.5, 6
Hat sie Schwangerschaftsdiabetes, empfiehlt die STIKO ihr eine Impfung gegen COVID-19, einmal pro Saison und möglichst ab dem 2. Drittel. Entschieden wird nach ärztlicher Beratung.5, 6
Bewegung in der Schwangerschaft
Manche Schwangere machen mindestens dreimal pro Woche eine halbe Stunde Sport. Sie haben seltener Schwangerschaftsdiabetes.7
Schwangere, die mindestens dreimal pro Woche mindestens eine halbe Stunde Sport machen, haben seltener Schwangerschaftsdiabetes.7
Was du tun kannst
Muss sie zum zweiten Test, biete an, sie zu fahren. Sie hat dann nichts gegessen. Der Test dauert gut 2 Stunden.1, 2
Steht der zweite Test an, biete an, sie hinzufahren. Sie kommt nüchtern, und mit drei Messungen dauert der Test gut zwei Stunden.1, 2
Bewegt euch gemeinsam. Gut geeignet sind zum Beispiel Walking oder Radfahren. Das Tempo passt, wenn sie dabei noch reden kann.8, 7
Bewegt euch gemeinsam, zum Beispiel beim Walking oder beim Radfahren in moderatem Tempo. Beides eignet sich in der Schwangerschaft.8, 7
Habt ihr Fragen zu einem Wert? Schreibt sie auf. Fragt beim nächsten Termin die Ärztin oder den Arzt.
Habt ihr Fragen zu einem Wert im Befund, schreibt sie auf und stellt sie beim nächsten Termin. Was ein einzelner Wert für sie bedeutet, kann nur ihre Ärztin oder ihr Arzt einordnen.