Elternzeit als Vater: was Zahlen und Studien zeigen
Wie viele Väter Elternzeit nehmen, gemessen am Elterngeld, wie lange sie bleiben und was Studien über die Zeit danach zeigen.
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Symbolbild, mit KI erstellt
Das Wichtigste
2025 war gut 1 von 4 Menschen mit Elterngeld ein Vater. Väter planten im Schnitt 3,8 Monate Elterngeld ein. Mütter planten 14,9 Monate ein.1
2025 waren 25,9 Prozent der Menschen mit Elterngeld Väter. Väter planten im Schnitt 3,8 Monate Elterngeld ein, Mütter 14,9 Monate.1
Für viele Kinder, die 2023 geboren sind, gab es Elterngeld. Bei fast der Hälfte davon bekam mindestens ein Vater Elterngeld. Diese Zahl misst etwas anderes als die 25,9 Prozent.2
Bei 46,4 Prozent der 2023 geborenen Kinder mit Elterngeld bezog mindestens ein Vater Elterngeld. Das misst etwas anderes als die 25,9 Prozent.2
Die meisten Väter mit Elterngeld nahmen nur die 2 Partnermonate. Bei Kindern von 2020 waren es knapp 3 von 4 Vätern mit Elterngeld. Das steht im Väterreport 2023.3
Laut Väterreport 2023 bezogen 74,8 Prozent der Väter mit Elterngeld für 2020 geborene Kinder nur die zwei Partnermonate.3
Eine Studie aus Deutschland fand Hinweise: Schon eine kurze Elternzeit kann lange nachwirken. Es geht darum, wie viel sich Väter um Kind und Haushalt kümmern.4
Eine deutsche Studie fand Hinweise: Schon eine kurze Elternzeit kann dauerhaft verändern, wie viel sich Väter um Kind und Haushalt kümmern.4
Nehmen Väter länger Elternzeit, teilen Eltern die Aufgaben später eher besser. Auch die Beziehung zwischen Vater und Kind ist dann eher besser. Das steht im Väterreport 2023.3
Laut Väterreport 2023 hängen längere Elternzeiten von Vätern mit einer besseren Aufgabenteilung und einer besseren Beziehung zum Kind zusammen.3
Wie viele Väter Elterngeld beziehen
2025 bekamen in Deutschland 417.000 Männer Elterngeld. Bei den Frauen waren es 1,19 Millionen.1
2025 bezogen in Deutschland 417.000 Männer und 1,19 Millionen Frauen Elterngeld.1
2025 war gut 1 von 4 Menschen mit Elterngeld ein Vater. Genau waren es 25,9 Prozent. 2024 waren es 25,8 Prozent.1, 2
Der Väteranteil beim Elterngeld lag 2025 bei 25,9 Prozent, 2024 bei 25,8 Prozent. Gemeint ist der Anteil der Väter an allen, die Elterngeld beziehen.1, 2
Für viele Kinder, die 2023 geboren sind, gab es Elterngeld. Bei 46,4 Prozent dieser Kinder bekam mindestens ein Vater Elterngeld. Das ist fast die Hälfte.2
Von den 2023 geborenen Kindern, für die es Elterngeld gab, bezog bei 46,4 Prozent mindestens ein Vater Elterngeld. Das Statistische Bundesamt nennt das Väterbeteiligung.2
Die 46,4 Prozent und die 25,9 Prozent messen verschiedene Dinge. Die erste Zahl zählt Kinder mit Elterngeld, für die auch ein Vater Elterngeld bekam. Die zweite Zahl zählt, wie viele von allen Menschen mit Elterngeld Väter sind.2, 1
Die 46,4 Prozent und der Väteranteil von 25,9 Prozent sind verschiedene Kennzahlen. Die eine zählt unter den Kindern eines Geburtsjahrgangs mit Elterngeld die, für die ein Vater Elterngeld bezog. Die andere zählt den Anteil der Väter an allen Menschen mit Elterngeld in einem Jahr.2, 1
Wie lange
2025 planten Väter mit Elterngeld im Schnitt 3,8 Monate ein. Mütter planten im Schnitt 14,9 Monate ein.1
Väter, die 2025 Elterngeld bezogen, planten im Schnitt 3,8 Monate ein. Mütter planten im Schnitt 14,9 Monate ein.1
Väter von Kindern, die 2023 geboren sind, bekamen im Schnitt 3,4 Monate lang Elterngeld.2
Für die 2023 geborenen Kinder bezogen Väter im Schnitt 3,4 Monate lang Elterngeld.2
Die 3,8 Monate sind die geplante Dauer bei allen Vätern, die 2025 Elterngeld bezogen. Die 3,4 Monate gelten für die Väter der 2023 geborenen Kinder. Beide Zahlen stammen aus verschiedenen Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamts.1, 2
Knapp 3 von 4 Vätern mit Elterngeld nahmen nur 2 Monate. Das sind die Partnermonate. Das gilt für Kinder, die 2020 geboren sind. So steht es im Väterreport 2023.3
Laut Väterreport 2023 des Bundesfamilienministeriums bezogen von den Vätern mit Elterngeld für 2020 geborene Kinder 74,8 Prozent nur die Mindestdauer von zwei Monaten, die Partnermonate.3
Zusammen bekommt ihr Basiselterngeld für bis zu 12 Monate. Hat einer von euch 2 Monate lang weniger Einkommen, gibt es 2 Partnermonate dazu. Dann sind es zusammen bis zu 14 Monate.5, 6
Beim Basiselterngeld bekommt ihr zusammen bis zu 12 Monatsbeträge. Hat einer von euch zwei Lebensmonate lang weniger Einkommen aus Arbeit, kommen zwei Partnermonate dazu, zusammen also bis zu 14.5, 6
Wer Elterngeld nimmt, muss es für mindestens 2 Lebensmonate nehmen. Einer von euch allein bekommt höchstens 12 Monate Basiselterngeld.5, 6
Wer Elterngeld bekommt, muss es mindestens zwei Lebensmonate lang beziehen. Einer von euch allein kann höchstens 12 Monatsbeträge Basiselterngeld bekommen.5, 6
Was sich danach im Alltag ändert
Eine Studie aus Deutschland von 2019 fand Hinweise: Schon eine kurze Elternzeit kann bei Vätern lange nachwirken. Das betrifft ihre Beteiligung an Kinderbetreuung und Hausarbeit. Auf ihre Arbeitszeit wirkte sich die Elternzeit nur eine Zeit lang aus.4
Eine deutsche Studie von 2019 fand Hinweise: Schon eine kurze Elternzeit von Vätern kann dauerhaft verändern, wie stark sie sich an Kinderbetreuung und Hausarbeit beteiligen. Die Effekte auf ihre Arbeitszeit verschwanden dagegen mit der Zeit.4
Nehmen Väter länger Elternzeit, teilen sich die Eltern die Aufgaben später eher besser. Besonders gilt das, wenn Väter mehr als die 2 Partnermonate nehmen. Das steht im Väterreport 2023.3
Nach dem Väterreport 2023 hängen längere Elternzeiten von Vätern mit einer besseren Aufteilung der Aufgaben in der Familie zusammen. Besonders gilt das für Elternzeiten über die zwei Partnermonate hinaus.3
Wie Eltern die Betreuung nach der Elternzeit aufteilen, bleibt meist lange so. Oft bleibt es so bis zum Ende der Grundschulzeit. Das steht im Väterreport 2023.3
Wie Paare die Kinderbetreuung nach der Elternzeit aufteilen, ändert sich laut Väterreport 2023 bis zum Ende der Grundschulzeit kaum.3
Der Väterreport 2023 beruht auf einer Befragung. Er zeigt Zusammenhänge. Was die Ursache ist, zeigt er nicht sicher.3
Die Aussagen des Väterreports 2023 zu Elternzeit und Aufgabenteilung beruhen auf einer Befragung. Sie beschreiben Zusammenhänge, keine sicheren Ursachen.3
Insgesamt machen Väter heute kaum mehr Kinderbetreuung und Hausarbeit als vor einigen Jahren. Das steht im Väterreport 2023.3
Insgesamt hat sich der Beitrag von Vätern zu Kinderbetreuung und Hausarbeit laut Väterreport 2023 in den letzten Jahren kaum verändert.3
Das Gehirn von Vätern passt sich an, wenn sie sich um ihr Kind kümmern. Eine Übersichtsarbeit sieht das stark davon geprägt, wie viel Betreuung Väter selbst übernehmen. Viele Studien dazu sind aber noch vorläufig.7, 8
Was es für ihre Gesundheit bedeutet
Eine Studie aus Schweden von 2024 hat untersucht: Konnten Väter in den Wochen nach der Geburt flexibel einzelne Tage Elternzeit nehmen? Dann hatten Mütter nach der Geburt seltener gesundheitliche Probleme.9
Eine Studie aus Schweden von 2024 fand: Konnten Väter in den Wochen nach der Geburt flexibel einzelne Tage Elternzeit nehmen, hatten Mütter seltener gesundheitliche Komplikationen nach der Geburt.9
Eine Übersichtsarbeit von 2026 zu bezahlter Familienzeit in den USA fand: Bezahlte Familienzeit hing mit besserer Gesundheit der Mütter nach der Geburt zusammen. Für den Elternteil, der nicht geboren hat, waren die Effekte positiv oder neutral und schwächer.10
Was das für euer Kind bedeutet
Nehmen Väter länger Elternzeit, ist die Beziehung zwischen Vater und Kind eher besser. Das steht im Väterreport 2023.3
Laut Väterreport 2023 hängen längere Elternzeiten von Vätern auch mit einer besseren Beziehung zwischen Vater und Kind zusammen.3
Eine Übersicht hat 40 Arbeiten ausgewertet. Die meisten Studien zeigen: Beteiligen sich Väter, hängt das mit einer besseren geistigen Entwicklung der Kinder zusammen. Ob das die Ursache ist, zeigen die Studien nur begrenzt.11
Eine Übersicht über 40 Arbeiten fand: Die meisten Studien zeigen einen positiven Zusammenhang zwischen der Beteiligung von Vätern und der geistigen Entwicklung ihrer Kinder. Sichere Schlüsse auf Ursachen erlauben diese Studien nur begrenzt.11
Eine Auswertung hat 23 Studien mit 3.193 Kindern zusammengefasst. Gingen Väter feinfühlig mit ihrem Kind um? Das hing mit einer etwas besseren geistigen Entwicklung zusammen. Der Zusammenhang war klein.12
Eine Auswertung von 23 Studien mit 3.193 Kindern fand: Gingen Väter feinfühlig mit ihrem Kind um, hatten die Kinder im Schnitt eine etwas bessere geistige Entwicklung. Der Zusammenhang war klein.12
Die Studien zu Beteiligung und Feinfühligkeit prüfen nicht die Elternzeit selbst. Untersucht wird, wie sich Väter allgemein um ihr Kind kümmern.11, 12
Die Studien zu Beteiligung und Feinfühligkeit von Vätern untersuchen, wie Väter sich allgemein um ihr Kind kümmern, nicht die Elternzeit selbst.11, 12
Was Elternzeit für Geld und Job heißt
Als Arbeitnehmer hast du für jedes Kind ein Recht auf bis zu 3 Jahre Elternzeit. Dafür musst du mit eurem Baby zusammenleben. Und du musst es selbst betreuen.13, 14
Als Arbeitnehmer hast du pro Kind Anspruch auf bis zu drei Jahre Elternzeit. Voraussetzung: Du lebst mit eurem Baby in einem Haushalt und betreust es selbst.13, 14
In der Elternzeit bekommst du von deinem Arbeitgeber keinen Lohn. Das Elterngeld kann einen Teil davon ersetzen.15, 16, 14, 5
In der Elternzeit zahlt dein Arbeitgeber keinen Lohn. Einen Teil des Einkommens kann das Elterngeld ersetzen.15, 16, 14, 5
Basiselterngeld ersetzt 65 Prozent des Nettos, das nach der Geburt wegfällt. Das gilt ab 1.240 Euro Netto im Monat. Es gibt mindestens 300 und höchstens 1.800 Euro im Monat.5, 16
Basiselterngeld ersetzt bei einem Netto ab 1.240 Euro im Monat 65 Prozent des Nettoeinkommens, das nach der Geburt wegfällt. Es beträgt mindestens 300 und höchstens 1.800 Euro im Monat.5, 16
In der Elternzeit darfst du bis zu 32 Stunden pro Woche arbeiten. Es zählt der Durchschnitt im Monat.13
In der Elternzeit darfst du bis zu 32 Wochenstunden im Monatsdurchschnitt arbeiten.13
Hast du die Elternzeit angemeldet, darf dein Arbeitgeber dir nicht kündigen. Der Schutz beginnt frühestens 8 Wochen vor der Elternzeit. Er gilt während der ganzen Elternzeit.17, 14
Ab der Anmeldung der Elternzeit darf dein Arbeitgeber dir nicht kündigen, frühestens aber ab 8 Wochen vor Beginn der Elternzeit. Während der Elternzeit gilt der Schutz durchgehend.17, 14
Für jeden vollen Kalendermonat Elternzeit darf dein Arbeitgeber deinen Urlaub kürzen. Er darf ein Zwölftel des Jahresurlaubs streichen.14
Für jeden vollen Kalendermonat Elternzeit darf dein Arbeitgeber deinen Jahresurlaub um ein Zwölftel kürzen.14
Was du tun kannst
Auch eine kurze Elternzeit kann verändern, wie viel du dich später kümmerst. Plant die Elternzeit früh gemeinsam.4, 3
Plan bei der ersten Anmeldung gleich die ganzen ersten 2 Jahre. Willst du in dieser Zeit etwas ändern, muss dein Arbeitgeber zustimmen.18, 14
Plan bei der ersten Anmeldung gleich die ganzen ersten zwei Jahre. Änderungen in dieser Zeit brauchen die Zustimmung deines Arbeitgebers.18, 14
Rechnet eure Aufteilung vorher mit dem Elterngeldrechner des Familienportals durch.5